Jahresthema „Reale Magie“
Interdisziplinäre Vortragsreihe (WS 2015/16)

 

12.01.2016

Techno Magic

mit Jussi Parikka und Jeremy Wade

 

Der Medientheoretiker Jussi Parikka ist Professor für technologische Kultur und Ästhetik an der Winchester School of Art (University of Southampton). In seinen international beachteten Publikationen hat er eine Reihe von Themen angesprochen, die für ein kritisches Verständnis der Netzwerkkultur, Ästhetik und Medienarchäologie des Digitalen von Belang sind. Dazu zählen die Medienökologie-Trilogie Digital Contagions (2007), Insect Media (2010) und, zuletzt erschienen, A Geology of Media (2015), das sich mit der durch die technische Medienkultur verursachten Abfallbelastung für die Umwelt befasst. Ferner hat er What is Media Archaeology (2012) veröffentlicht sowie verschiedene Bücher herausgegeben, etwa Writing and Unwriting (Media) Art History (2015, mit Joasia Krysa), ein Buch zu dem finnischen Medienkunstpionier Erkki Kurenniemi. http://jussiparikka.net.

 

Der Brite Jeremy Wade studierte Tanz an der School For New Dance Development in Amsterdam, wo er 2000 sein Studium abschloss. Er führte seine erste abendfüllende Arbeit, Glory, 2006 am Dance Theater Workshop in New York auf und erhielt dafür den New York Bessie Award. Seitdem lebt Wade in Berlin, wo er eng mit dem Hebbel am Ufer Theater (HAU) zusammenarbeitet. Zu seinen jüngsten Performance-Arbeiten zählen …and pulled out their hair (2007), Throwing Rainbows Up (2008), I Offer My Self To Thee (2009), There Is No End To More (2010), Fountain und die Dreier-Performance mit dem Titel To The Mountain (2011). Wade war 2013 Gastprofessor an der Akademie der Bildenden Künste München, und gemeinsam mit der in Berlin lebenden Bildhauerin Monika Grzymala und dem in Kalifornien ansässigen Vertreter experimenteller Musik, Jamie Stewart aka Xiu Xiu, hat er das Projekt Dark Material ins Leben gerufen. Wade führte seine neue Soloschau Death Asshole Rave Video erstmals im Januar 2015 beim American Realness Festival in New York City auf. Sein jüngstes Projekt, Drawn Onward am HAU, ist eine Zusammenarbeit mit dem Sci-Fi-Autor John Eric Jordan und befasst sich mit der Zukunft von Queer und utopischer Kritik.