Projektklasse des Fotograf und Filmes Tobias Zielony

 

Porträt-Workshop „Fragile Identitäten"

In der einwöchigen Projektklasse stand das fotografische Porträt im Mittelpunkt.

 

Das fotografische Porträt verweist auf eine reale Person und ihre vermeintlichen Identitäten und Rollen. Das Dogma der Objektivität der Fotografie bedeutet hier: Ein gutes Porträt gibt eine Person so wieder „wie sie ist". Dabei ist jedoch weder klar, wie eine Person eigentlich ist, noch, ob eine Fotografie eine objektive Form der Repräsentation sein kann. Im Gegenteil sind Fotografien selbst Konstruktionen von Identität und Wirklichkeit.

In dem Workshop ging es darum, dass jede/r TeilnehmerIn eine Person oder eine Gruppe von Personen fand und porträtierte, die sie/ihn interessierte. Der Frage nach der Fragilität von Identität wurde sowohl bei der Person selbst als auch bei der zu entwickelnden Form des Porträts nachgegangen.

 

Tobias Zielony (*1973 in Wuppertal) ist ein in Berlin lebender, international renommierter Fotograf und Filmer. Er studierte Dokumentarfotografie an der University of Wales und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. In seinen präzise beobachteten Porträts beschäftigt sich Zielony mit „beiläufigen Formen des Sozialen", der Selbstinszenierung der häufig jugendlichen ProtagonistInnen und ihrem Auftreten im öffentlichen Raum. Tobias Zielonys Arbeiten wurden Einzelausstellungen u. a. in der Berlinischen Galerie (2013), im MMK Frankfurt, im Philadelphia Museum of Art (2011), im MAXXI Museum Rom (2010) und im Museum für Photographie, Braunschweig (2010) gewidmet.