Master-Studiengang und Zusatz-Studiengang Bildnerisches Gestalten und Therapie

Kunsttherapeutische Zusatzqualifikation für KünstlerInnen und KunstpädagogInnen

 

Leitung: Prof. Senta Connert

Künstlerische Mitarbeiterin: Katja Bonnländer

Künstlerische Mitarbeiterin: Samaya Almas Thier
Organisation: Ruth Effer


Räume
A.U1.01 - A.U1.04, Akademiestr. 2

Kontakt
Sekretariat: Ruth Effer, Raum A.U1_U4
Tel: +49 / 89 / 38 52 -207
kunsttherapie@adbk.mhn.de

Sprechzeit
nach Vereinbarung

Ergänzende Informationen zu den beiden Studiengängen finden Sie auf adbk.de unter Studium/ Studierende/ Satzungen und unter Studium im Studienführer auf folgenden Seiten: Studium / Studiengang Bildnerisches Gestalten und Therapie, Studienbedingungen und Regelungen.


Das Anmeldeformular und Infos zur Einreichung finden Sie auf adbk.de unter Studium / Bewerbung.

 

 

 

Der Master-Studiengang und der Zusatz-Studiengang Bildnerisches Gestalten und Therapie an der Akademie der Bildenden Künste München bieten bildenden Künstlerinnen und Künstlern ein zweijähriges praxisorientiertes postgraduales Studium, das aufbauend auf der künstlerischen Erfahrung, ein neues spannendes Berufsfeld in klinischen, rehabilitativen, präventiven und sozialen Arbeitsfeldern erschließt.

Der Mensch und das Künstlerische in der Therapie stehen im Mittelpunkt. Deshalb sind die Kontinuität der autonomen künstlerischen Arbeit und ihre Fragestellungen das Fundament für den therapeutischen Einsatz ästhetisch-produktiver Prozesse. Ästhetische Konzepte werden im Hinblick auf ihre therapeutische Relevanz befragt. Der Aufbaustudiengang an einer Akademie fordert heraus, Gegensätze und Zusammenhänge zwischen Kunst und Kunsttherapie auszuloten. Der Ort ist geeignet, den Laborcharakter künstlerisch-therapeutischen Handelns zu nutzen und sichtbar zu machen. Aktuelle therapeutische Konzepte, theoretische und wissenschaftliche Anforderungen des Berufsbildes des Künstlerischen Therapeuten werden hierbei einbezogen und so das berufliche Profil mitentwickelt. Ein Spezifikum ist das Einbeziehen der Vielfalt künstlerischer Medien wie plastisches Arbeiten, Fotografie und Film in die künstlerisch-therapeutischen Handlungsfelder.

Wir bieten ein in Modulen angelegtes interdisziplinär ausgerichtetes Curriculum, beispielsweise zu Erkenntnissen aus der allgemeinen Psychologie, Entwicklungspsychologie, Psychopathologie und Psychosomatik, Traumaforschung, Psychoonkologie und Palliativmedizin. Studienbegleitende Praktika, Blockpraktika in den Semesterferien, sowie das Projektpraktikum im dritten Semester bilden einen besonderen Schwerpunkt neben Lernerfahrungen in künstlerisch- therapeutischen Methodenseminaren. Diese von Beginn des Studiums an fachlich betreuten Praktika finden in unterschiedlichen klinisch-therapeutischen und sozialen Berufsfeldern statt: Psychiatrie, Rehabilitation und Psychosomatik, Onkologie, Neurologie, Hospiz und Palliativstation, Kinder- und Jugendlichenarbeit, Heilpädagogik und Altenarbeit, Strafvollzug, Flüchtlingsprojekte, Aidshilfe.

Selbstreflexive Erprobung künstlerisch-therapeutischer Methoden, sowie klassische psychotherapeutische Lehrinstrumente wie die Supervision stoßen eine intensive
Auseinandersetzung mit den neuen professionellen Möglichkeiten und Herausforderungen an. Die Wahrnehmung der Bedürfnisse und Lebensverhältnisse der zu begleitenden Menschen wird geschult, die Fähigkeit Impulse, Beweggründe und Entwicklungen auf bildlicher wie mentaler Ebene zu beobachten und zu hinterfragen, wird erweitert. Die Bereitschaft Konfliktstoffe in ihrer schöpferisch gestaltenden Qualität zu erkennen und therapeutisch zu nutzen wird entwickelt, gesellschaftspolitische Fragestellungen werden berührt.

Das erfolgreiche Studium wird im Master-Studiengang mit einer Masterurkunde Master of Arts (M.A.) und im Zusatz-Studiengang mit einem Abschlusszertifikat bestätigt, das die kunsttherapeutische Berufsqualifikation bescheinigt.