Eine Ausstellung, eine Vortragsreihe und Workshops

Ausstellung: 17.10. - 3.11.2018

 

MO |22.10.2018 | 19:00 Uhr Christiane Mudra und Antonia von der Behrens

Christiane Mudra ist Regisseurin, Autorin und Schauspielerin. Seit 2013 recherchiert sie schwerpunktmäßig zum NSU-Komplex, zu Rechtsextremismus und zur Rolle der Nachrichtendienste. 2016 wurde das Stück "Off the record - Mauer des Schweigens" als zweiter Teil einer Trilogie über rechtsextreme Kontinuitäten in der Bundesrepublik aufgeführt und als Hörspielfassung veröffentlicht.

Antonia von der Behrens war Nebenklage-Anwältin im NSU-Prozess am OLG-München. Sie vertrat dort die Familie von Mehmet Kubaşık, der am 4. April 2006 in Dortmund als achtes Opfer des NSU ermordet wurde.

 

DI | 23.10.2018 | 19:00 Uhr Abeer Farhoud

Abeer Farhoud ist Bildhauerin, Aktivistin, Kunstpädagogin und Sozialarbeiterin. Sie arbeitete an verschiedenen Orten und in verschiedenen Feldern: mit diversity teams, in Schulen, in Kunstinstitutionen, mit Geflüchteten. Außerdem war sie an der Konzeption der Ausstellung der Ceasar-Fotos beteiligt, die schonungslos die Verbrechen an den Häftlingen in den Gefängnissen des Militärgeheimdienstes der Assad-Regierung zeigen.

 

Ausstellende: Lea Chotjewitz, Luca Daberto, Johannes Fedisch, Jonathan Göhler, Elena Haas, Tanja Hamester, Einan Kaku, Hanna Kohler, Yongchul Kim, Evgenia Konsareva, Jinjoo Lee, Claudia Merk, Julian Mombasse, Mona Moosavitabar, Lisa Nase, Mako Sangmonkhon, Alessia Schuth, Ivan Zozulya 


Innerhalb nur weniger Jahre vollzieht sich in Deutschland, in Europa und darüber hinaus ein politischer Rechtsruck. Rechtsradikale Parteien unterwandern demokratische Prozesse, sie sitzen in Parlamenten, drehen die Zeit zurück zu autoritären Gesellschaftsformen. Rassistische und nationalistische Denkfiguren erobern die Straße. In Allianz mit rechten Mobs wird auf Minderheiten und die Schwächsten der Gesellschaft eingeprügelt. Schleichend verschiebt sich unsere Alltagsrealität ins Kackbraune.

Gegen diese Normalisierung wendet sich das Ausstellungsprojekt „Druck gegen Rechts“. Studierende der Akademien Stuttgart und München treffen sich wöchentlich, um diese Verschiebungen kritisch zu verfolgen, sich zu organisieren und zu mobilisieren. Die Mittel der Kunst und andere Widerstandsformen werden auf ihre Möglichkeiten befragt.

Die Ausstellung in der AkademieGalerie München will diese Problematiken in eine breitere Öffentlichkeit tragen. Neben der Präsentation der künstlerischen Arbeiten finden Vorträge und Diskussionen zu zahlreichen Facetten des Rechtsrucks statt. Im Rahmen von Druck-Workshops wollen wir zusammen mit den Besucher*innen selbst Formen zwischen Kunst und Aktivismus erproben.

 

1. Vorträge

Eingeladene Referent*innen sprechen zu Faschismustheorie, NSU-Prozess, Möglichkeiten des Dokumentartheaters und aktivistischen Widerstandsformen.

Mo, 22.10.2018, 19 Uhr Christiane Mudra und Antonia von der Behrens

Di, 23.10.2018, 19 Uhr Abeer Farhoud

Mo, 29.10.2018, 19 Uhr Volkmar Wölk und Tunay Önder

Di, 3.11.2018, 19 Uhr The Movement

 

2. Workshops

Die Gestaltung und der Druck von Plakaten und Flugblättern wird in einer Serie von DIY-Druck-Workshops vermittelt. Dazu stehen öffentlich Know-how und Technik zur Verfügung. Mehr Info hier: https://druckgegenrechts.blogsport.de

 

3. Ausstellung

Sowohl von den extremen Rechten und ihren traditionellen Freunden wie auch von den Verteidiger*innen einer demokratisch offenen Gesellschaft werden kulturelle Werte angeführt. Eine kritische Auseinandersetzung damit müsste demnach auch Bilder, Symbole und die Visualität kultureller Konstruktionen befragen und vielleicht mit künstlerischen Methoden selbst agieren. Die Ausstellung zeigt deshalb vielfältige und subjektive Herangehensweisen.

 

4. The Movement

Eine lose Gruppe von solo Künstler*Innen, Musikern und Bands.

Dancehall, Ska, Chancon, Rap.

Wollof, Deutsch, Persisch, Arabisch, Französisch...

immer wieder anders in ihrer Konstellation - immer fett!!

Weil man zusammen mehr erreichen und besser feiern kann.