Die Akademie der Bildenden Künste München trauert um ihren Honorarprofessor
Okwui Enwezor 2014, Foto Maximilian Geuter



Die Akademie der Bildenden Künste München trauert um ihren Honorarprofessor Okwui Enwezor

 

Mit Okwui Enwezor begann ein Dialog gleich zu Beginn seiner Tätigkeit am Haus der Kunst in München.

Sein Ansatz, über die Präsentation von künstlerischen Positionen hinaus auch die künstlerische und wissenschaftliche Forschung in seinem Haus zu etablieren, bot für eine Kunsthochschule zahlreiche Anknüpfungspunkte. Die Erweiterung des Diskurses über Kunst war von Beginn an eine Bereicherung für die Lehre und die Auseinandersetzung mit dem aktuellen Kunstgeschehen.

Die Studierenden konnten von seinem Blick auf die Kunst in einem globalen Zusammenhang, der Qualität der Auseinandersetzung mit Kunst, seinen Konzepten über deren Präsentation lernen. Sie wurden angeregt durch die Neugier und Offenheit Enwezors, von seinem intellektuellen Anspruch, der den Blick geöffnet und den Horizont erweitert hat.

Sie profitierten davon, Teil dieses Diskurses hier in München zu sein.

 

Bei vielfältigen gemeinsamen Aktivitäten zu Ausstellungen und Veranstaltungen in beiden Häusern standen die Studierenden im Fokus. Es fand ein reger Austausch statt mit den für die Ausstellungen in München anwesenden Künstlern. Sie hielten Vorträge und Workshops oder sprachen in ihren Ausstellungen über ihre Arbeit.

Studierende arbeiten mit an den Präsentationen in der Archivgalerie.

 

Der Kontakt mit Okwui Enwezor sollte auch nach dem Ende seiner Tätigkeit am Haus der Kunst erhalten und fruchtbar bleiben. Um die hohe Wertschätzung für den Kurator, Kunstkritiker und Intellektuellen auszudrücken, hat die Akademie der Bildenden Künste München Okwui Enwezor zum Honorarprofessor ernannt.

Es war der Hochschule wichtig, diesem außerordentlichen Kunstkenner und –denker weiterhin einen Ort in München zu geben, um seine anregenden Diskurse zu führen.

Die Akademie der Bildenden Künste München bedauert zutiefst, dass bereits die Planungen für einen ersten Vortrag auf Grund seiner Krankheit nicht mehr realisiert werden konnten.