Longing for peaceful sleep
[Sehnsucht nach friedlichem Schlaf]

Ritual / Performance / Installation

 

Die Armenier sagen immer:
"Heimat ist kein geografisches Gebiet, Heimat ist das, was darin ist".


Dies ist nicht nur eine poetische Metapher, sondern auch eine politische Definition. Die Geschichte verlagert die Position der "Heimat" durch die geografische Festschreibung, die Trennung und das Verständnis von Kartografie. Kartografie als Mittel der Identifizierung, Umsiedlung und Kolonisierung. Grenzen als Mittel zum Verständnis von Besitz und Herrschaft.

 

Seit Anbeginn der Zeit verteidigen Karten unsere Schicksale. Heute wurden allein in den letzten Monaten mehr als 280 Familien umgesiedelt, wie die neuesten Angriffe auf das armenische Staatsgebiet zeigen. Die geografische Unhaltbarkeit führt die Nationen zur Zwangsumsiedlung. Wir müssen unsere physische Heimat als immaterielles Land in unseren Seelen wieder aufbauen. Diese Katastrophe der unbegründeten Identität verfolgt die Armenier in den Schleifen der historischen Besetzungen. Generation für Generation, Stein für Stein erschaffen wir unsere Ursprünge auf der Asche der Ruinen eines Krieges neu. Unsere Identität ist nicht mehr geografisch definiert, sondern existiert nur noch in unserer Kultur, unseren Gedichten, Liedern, Totems und Ritualen.