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Melina Hennicker, Michael Schmidt und Andreas Woller

Filmscreening DI 11.10.16 | 19:00 Uhr

Ort Nir Altman Galerie | Ringseisstrasse 4 | München

 

Der Film BAU ist Teil des umfassenden Environments BAU, das im Winter 2016 als Gemeinschaftsprojekt entstand.
Für das Projekt verbrachten die Künstler mehrere Monate in einer unbeheizten Industrieruine. Zunächst ging es darum einen wärmenden Raum zu schaffen. Mit der Zeit wurde dieser ursprüngliche Raum modifiziert und erweitert. Nach und nach sind der zentralen Kammer Erweiterungen zugewachsen, die verschiedenen Handlungsbereichen wie Schlafen, Lagern und Arbeiten entsprechen. In diesem Prozess hat der jeweilige Zustand des Baus eine Atmosphäre geschaffen, die bestimmte fiktionale Aktionen nahe legte, die dann gefilmt wurden. Das Filmmaterial hat dann wiederum die Weiterentwicklung des Baus bestimmt und so fort. Durch diese Arbeitsweise verschränkten sich schließlich Performance, schauspielerische Inszenierung, Plastik, Film und tatsächliche praktische Notwendigkeiten zu einem erzählerischen Ganzen.
Der alternative Alltag, den die Künstler entwickelten, schlug sich in der Struktur ihrer Behausung (der Bau) nieder und diese wirkte wiederum zurück auf ihren Alltag.

Der Film BAU zeigt arbeitende Personen, bis ein Konstruktionsfehler zu panischer Verwirrung führt. Nachdem das Problem behoben wurde, oder schlicht aufgrund von Erschöpfung, löst sich die Spannung. Die Personen leben in ihrem Bau, genießen die Gemeinschaft und ihren Bau, bis sie von Sozialpanik ergriffen werden. Als die Situation eskaliert kommt es zu Handgreiflichkeiten. Nachdem der Höhepunkt überschritten ist, beruhigt sich die Szene und der weiterer Ausbau des Baus wird besprochen.