---
title: " Physics & Art Mondays | Talks"
date: 2026-10-21
author: "Gabriele Winter Pereira"
intro_image: "https://www.adbk.de/images/stories/aktuell/2026/10/nutrino.jpg"
fulltext_image: "https://www.adbk.de/images/stories/aktuell/2026/10/nutrino.jpg"
categories:
  - name: "Archiv (Aktuell)"
    url: "https://www.adbk.de/archiv-aktuell.md"
---

#  Physics & Art Mondays | Talks

![ Physics & Art Mondays | Talks](https://www.adbk.de/images/stories/aktuell/2026/10/nutrino.jpg)

**19. Oktober 2026**  
**Altbau | EG | Raum A.EG.01**  
**18:30 Uhr – Get-together bei Drinks & Snacks**  
**19:00–20:00 Uhr – The Dark Side of Light Or: What You See Is Not What You Get**  
**Mit Michael Doser (Teilchenphysiker)**

  

 "Unser Bild vom Universum hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert. Mithilfe optischer Technologien konnten enorme Mengen an Daten gewonnen und unser Verständnis des Kosmos entscheidend erweitert werden. Gleichzeitig wissen wir heute, dass ein großer Teil des Universums für uns unsichtbar bleibt. Zum einen sind der menschlichen Wahrnehmung und den von uns entwickelten Instrumenten Grenzen gesetzt. Zum anderen gibt es Phänomene wie Dunkle Materie und Dunkle Energie, die nicht in einer Weise mit Licht wechselwirken, die eine direkte Beobachtung ermöglicht. Wie aber lässt sich etwas sichtbar oder fotografisch erfassbar machen, das sich dem Licht entzieht? In seinem Vortrag stellt Doser verschiedene experimentelle Zugänge zu den unsichtbaren Bereichen des Universums vor. Dabei geht es u.a. um den Einsatz fotografischer Verfahren zur Erforschung von Antimaterie und unsichtbaren Teilchen aus dem Kosmos. Zugleich eröffnet sich eine grundlegendere Frage: Was bedeutet es überhaupt, etwas zu fotografieren, das wir nicht direkt sehen können? Und was sagt dies über das Medium Fotografie selbst aus?

 Dr. Michael Doser ist Teilchenphysiker und war zuvor am CERN, dem Europäischen Laboratorium für Teilchenphysik in Genf, tätig. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Erforschung von Antimaterie, die er sowohl als Untersuchungsgegenstand als auch als experimentelles Werkzeug einsetzt. Seit 2024 ist er Sprecher einer internationalen Kollaboration von 120 Instituten, die an der Entwicklung verschiedener Quantensensoren für die Grundlagenphysik arbeitet. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit engagiert er sich seit vielen Jahren für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Von 2014 bis 2019 war er Gründungsmitglied des Vorstands von Arts at CERN und 2025 Mitbegründer des Rrosa Institute for Transdisciplinary Research. Er ist international an zahlreichen Vermittlungs- und Outreach-Projekten beteiligt, darunter auch an Veranstaltungen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst."

  

 **2. November 2026**  
**Altbau | EG | Raum A.EG.01**  
**18:30 Uhr – Get-together bei Drinks & Snacks**  
**19:00–20:00 Uhr – The Shape of Stars: A History of Star-Image Formation**  
**Mit Omar W. Nasim (Professur für Wissenschaftsgeschichte, Fakultät für Philosophie, Universität Regensburg)**

  

 "Omar Nasims Vortrag widmet sich den unterschiedlichen Formen der Visualisierung von Sternen und deren materieller Hervorbringung. Von Sternkarten zur Navigation bis hin zu astronomischen Sternatlanten hat sich die Darstellung der Sterne grundlegend gewandelt. Diese Veränderungen spiegeln sowohl den Wandel kultureller und epistemischer Vorstellungen als auch die unterschiedlichen Funktionen wider, die Sternkarten erfüllten. Mit dem Aufkommen der Fotografie veränderte sich die astronomische Bildproduktion grundlegend. Fotografische Sternkarten stellten nicht nur neue Möglichkeiten der Darstellung und Erfassung von Sternen bereit, sondern warfen auch Fragen nach dem Verhältnis von Fotografie und astronomischer Erkenntnis auf. Der Vortrag zeichnet diese Entwicklung nach und beleuchtet die Herausforderungen, welche fotografische Sternkarten für die Astronomie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts mit sich brachten.

 Omar W. Nasim ist Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität Regensburg, wo er am Institut für Philosophie die Professur für Wissenschaftsgeschichte innehat. Er schloss sein Bachelorstudium in Philosophie und Physik mit Auszeichnung an der University of Manitoba ab und promovierte 2007 in Philosophie an der University of Toronto. 2012 habilitierte er sich in Wissenschafts- und Technikgeschichte an der ETH Zürich. Vor seiner Berufung nach Regensburg im Jahr 2016 war er in der Forschung und Lehre tätig und erhielt Stipendien an verschiedenen internationalen Institutionen. Seine drei Monografien fanden international Anerkennung. Bertrand Russell and the Edwardian Philosophers (2008) erhielt den Book of the Year Award der Bertrand Russell Society. Observing by Hand: Sketching the Nebulae in the Nineteenth Century (2013) wurde mit dem Choice Outstanding Academic Title Award und dem Pfizer Prize der History of Science Society ausgezeichnet. The Astronomer's Chair: A Visual and Cultural History (2021) wurde international vielfach rezensiert und ins Chinesische übersetzt."


## Benutzerdefinierte Felder

**Raumnummer (Studienwerkstatt):** {"indoorlocation":"","roomsign":"","description":""}

**Datum & Uhrzeit:** 2026-11-02 17:30:00

**Ort:** Akademie der Bildenden Künste München | Akademiestr. 4

**Raum:** Alter Sitzungssaal | EG.01

**Datenschutz anzeigen:** 

**Datenschutz:** Ergänzende Hinweise - https://www.adbk.de/de/datenschutzerklaerung.html

