Die hier dokumentierten Vorträge stammen aus den interdisziplinären Vortragsreihen des cx. Sie bilden diese nicht komplett ab, da nicht alle Referent*innen der Veröffentlichung zugestimmt haben. Die vollständige Liste der Referent*innen finden Sie hier nach Jahresthemen geordnet:

https://www.adbk.de/de/lehrangebot/cx-centrum-fuer-interdisziplinaere-studien/archiv-jahresthemen.html

 

Ausstellung von Sophia Mainka und Ulla Stackmann

Eröffnung DI 20.02.18 | 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer 21.02. - 24.02.18

Öffnungszeiten jeweils 15:00 - 20:00 Uhr

Ort Kösk | Schrenkstr. 8 | München

 

Ausstellung  zum Thema Badezimmer, Einrichtung und Sehnsüchte!
 
Ein Vortragsabend mit akademischen und künstlerischen Beiträgen begleitet die Ausstellungseröffnung.


Das Badezimmer spiegelt die Spannung zwischen Privatheit und Öffentlichkeit in unserer Gesellschaft wider. Als persönlicher Rückzugsort ist es Ausdruck größter Intimität. Nacktheit, Notdurft und Waschen bleiben hinter der Badezimmertür verborgen. Zugleich ist das Bad ein Ort, an dem wir uns Gästen, Freunden und der eigenen Familie präsentieren. Kostspielige Wasserhähne, Frottee-Badvorleger oder Regenwasserduschen unterstreichen die kommerzielle Seite des Badezimmers.
Die Installation von Sophia Mainka setzt sich mit diesen Widersprüchen auseinander. Sie bedient sich der Strategien von Einrichtungshäusern im Aufbau ihrer Rauminstallation und führt sie ad absurdum. Gegenstände wie Duschvorhang, Badregal oder Badewanne verlieren ihre Funktion und stehen für sich im Kontext der Ausstellung. Die Ästhetik des Massenkonsums wird so entlarvt. Ebenso geht es um die Sehnsucht, die das Badezimmer weckt. Seifenhalter in Muschelform oder Shampoos mit Meeresduft verweisen auf die Imaginationskraft des Bads und den Wunsch nach fernen Orten. Diese Aspekte umschreibt Sophia Mainka auf vielfältige Weise in ihrer Installation. Sie zieht keine Schlüsse, sondern lässt den Besucher*innen Freiraum, um sich mit ihren eigenen Bad-Erfahrungen zu beschäftigen. Der Zwiespalt zwischen Alltagskultur und Poetik des Bads tritt auf diese Weise in Erscheinung.


Teil der Ausstellungseröffnung sind drei wissenschaftliche Vorträge, die die Entwicklung des Volksbads, die Individualisierung des Badezimmers und die öffentliche Toilette in der Schwulenkultur beleuchten. Künstlerische Beiträge von Münchner Lyriker*innen und Künstler*innen ergänzen diese Perspektiven. Ziel des Abends ist eine Auseinandersetzung mit dem Badezimmer als Kulturraum.
 
Installation: Sophia Mainka
Video: Bianca Kennedy, Judith Neunhäuserer
Lyrik: Adrian Sölch, Heike Fröhlich, Pega Mund, Katharina Kohm
Vorträge: Sophie Stackmann, Anna Müller, Konstantin Klur