Die hier dokumentierten Vorträge stammen aus den interdisziplinären Vortragsreihen des cx. Sie bilden diese nicht komplett ab, da nicht alle Referent*innen der Veröffentlichung zugestimmt haben. Die vollständige Liste der Referent*innen finden Sie hier nach Jahresthemen geordnet:

https://www.adbk.de/de/lehrangebot/cx-centrum-fuer-interdisziplinaere-studien/archiv-jahresthemen.html

 

Ausstellung der Klasse Hildebrandt 

Eröffnung: MI 09.05.18 | 19.00 Uhr - 22.00 Uhr

Einführung: Stefan-Maria Mittendorf (Kurator)

Ausstellung: 10.05. - 12.06.2018

Finissage: DI 12.06.18 | 19:00 - 20:30 Uhr 

Öffnungszeiten: DI - SO 16.00 - 20.00 Uhr

Ort: Pasinger Fabrik | August-Exter-Str.1 | München

 

 

Am besten lernt man einen Ort, eine Stadt oder ein Land kennen, indem man ins Schwimmbad geht. Schwimmbäder funktionieren in jedem Land anders. So hat man in Holland irgendwann gedacht, dass Bahnen schwimmen unkreativ sei. Deswegen darf dort heute jeder schwimmen wie er will. In China ist das ganz anders: in den Schwimmbädern sieht man sehr viele Eltern, die ihren Kindern nach einem Regelwerk das Schwimmen beibringen. Man kann eine Kombination aus Disziplin und Spaß beobachten, aber niemals eine solche Kreativität, die Schwimmen unmöglich macht. Schwimmunterricht in Deutschland erfolgt nach den Regeln des Trainers und vermittelt die Grundlagen der körperlichen Bewegungsabläufe im Wasser. Das Erlangen eines Schwimmabzeichens motiviert besonders die Schwimmschüler_innen.  Schwimmbäder vermitteln subtil wie sich eine Nation körperlich im Wasser bewegt.

 

Die Ausstellung "Wir schwimmen alle im gleichen Wasser" versucht zu transportieren, wie sich eine Klasse der Akademie der Bildenden Künste München künstlerisch bewegt und entwickelt. So ziehen Professor Gregor Hildebrandt und dessen Studierende

Am besten lernt man einen Ort, eine Stadt oder ein Land kennen, indem man ins Schwimmbad geht. Schwimmbäder funktionieren in jedem Land anders. So hat man in Holland irgendwann gedacht, dass Bahnen schwimmen unkreativ sei. Deswegen darf dort heute jeder schwimmen wie er will. In China ist das ganz anders: in den Schwimmbädern sieht man sehr viele Eltern, die ihren Kindern nach einem Regelwerk das Schwimmen beibringen. Man kann eine Kombination aus Disziplin und Spaß beobachten, aber niemals eine solche Kreativität, die Schwimmen unmöglich macht. Schwimmunterricht in Deutschland erfolgt nach den Regeln des Trainers und vermittelt die Grundlagen der körperlichen Bewegungsabläufe im Wasser. Das Erlangen eines Schwimmabzeichens motiviert besonders die Schwimmschüler_innen.  Schwimmbäder vermitteln subtil wie sich eine Nation körperlich im Wasser bewegt.

 

Die Ausstellung "Wir schwimmen alle im gleichen Wasser" versucht zu transportieren, wie sich eine Klasse der Akademie der Bildenden Künste München künstlerisch bewegt und entwickelt. So ziehen Professor Gregor Hildebrandt und dessen Studierende metaphorisch künstlerische Schwimmbahnen in den Galerieräumen der Pasinger Fabrik.

 

Der erste Teil der Ausstellung zeigt in einer dichten und engen Hängung  multiple Werke der gesamten Klasse. Diese Präsentation versucht die Assoziation der Warteschlage vor den Kassen öffentlicher Schwimmbäder zu beschwören. Verbindend zwischen den gezeigten Positionen mit den Schwerpunkten Malerei, Grafik, Zeichnung, Objekt, Plastik, Skulptur, Fotografie und Installation sind einerseits Erzählungen und subjektive Ikonografien, andererseits auf Alltag und Gesellschaft ausgerichtete Perspektiven. Nach der Begegnung mit diesen visuellen Feldern geht es geradewegs in die Umkleiden. Allerdings muss hier eine Entscheidung getroffen werden: Einzelkabine oder Sammelumkleide. Der anschließende Besuch der Duschräume ermöglicht erste Blicke auf die Körper, die sich kurz vor dem Sprung ins kalte Wasser fertig machen. Endlich angekommen am Rand des Schwimmbeckens gibt es kein Halten mehr.

 

Im dritten Raum der Ausstellung, der Schwimmhalle, konzentriert und verdichtet sich eine Werkauswahl, die explizit Fragen und Problemstellungen zu erkennen geben, die auch die tagtäglichen Diskussionen in einer zeitgenössischen Kunstakademie bestimmen.  Hier finden sehr engagierte und spezifisch künstlerische Arbeiten zu einem komplexen Feld der Betrachtung zusammen. Der Zugang zu allen ausgestellten Werken ist aber immer auf Assoziation angewiesen und letztlich von der kulturellen Prägung des Betrachters abhängig.

(Text: Stefan-Maria Mittendorf)

 

Teilnehmende Künstler_innen: Justina Becker, Ronja Berg, Alina Bruckner, Anna Greckl, Gregor Hildebrandt, Lou Jaworski, Kitty&Joy, Josef Knoll, Daniela Koch, Katharina Lara Koch, Florian Kuhn, Peter Langenhahn, Jaemin Lee, Peng Li, Amelie Lössl, Timur Lukas, Frank Moll, Lukas Müllerschön, Daniel Neumann, Ly Nyguen, Irina Ojovan, Michael Pfitzner, Valentin Pfrunder, Branka Predojevic, Junghae Ryu, Boris Saccone, Laurentius Sauer, André Schauer, Matthias Schweizer, Natalia Semenova, Philipp Stähle, Ludwig Stalla, Serena von Stauffenberg, Katharina Stumm, Milen Till, Sandra Tröger, Esther Zahel, als Gast: Roland Fischer

 

Begleitprogramm:

 

Finissage

Di, 12.06.2018, 19.00 bis 20.30 Uhr

Konzert 20.30 Uhr

Kleine Bühne

Eintritt: 12,00 Euro und ermäßigt 10,00 Euro

Konzert Paar

Ly Nguyen (Vocals), Rico, Sperl (Bass), Matthias Zimmermann (E-Gitarre)

 

Eine Ausstellung der Pasinger Fabrik GmbH in Zusammenarbeit mit Gregor Hildebrandt

 

 

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