Die hier dokumentierten Vorträge stammen aus den interdisziplinären Vortragsreihen des cx. Sie bilden diese nicht komplett ab, da nicht alle Referent*innen der Veröffentlichung zugestimmt haben. Die vollständige Liste der Referent*innen finden Sie hier nach Jahresthemen geordnet:

https://www.adbk.de/de/lehrangebot/cx-centrum-fuer-interdisziplinaere-studien/archiv-jahresthemen.html

 

Vortrag und talk mit Nadja Buttendorf

Datum: Mi | 05.12.2018 | 14:00 Uhr

Ort: 02.29 | Neubau der AdBK

 

Im Rahmen des Seminars “Laboratorien der Kunst”

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ACCESS TO BODIES

Ein Leitfaden für post-humane Computer und Körperanwendungen

 

Der menschliche Körper ist eine sich ständig verändernde Situation, der sich den äußeren, gesellschaftlichen Bedingungen anpasst. Das Thema Cyborgs und Bodyenhancement ist hochaktuell, dabei ist das Smartphone bereits Teil unserer Anatomie und mein Gehirn hat die Instagram-Denkweise verinnerlicht. Der Computer ist perfekt, der Mensch nicht. Das jedenfalls ist das gängige Narrativ und deswegen versucht Mensch sich beständig zu verbessern um eins mit dem Computer zu werden. Aber Verbesserung ist nur ein Argument, um Lösungen zu verkaufen. Wie sieht ein Körper aus, der keiner Logik einer ständigen Verbesserung folgt?

In meinem Talk spreche ich über alternative Körpererweiterungen und Schönheitsideale. Meine Arbeiten sind Prothesen, die nicht dazu dienen fehlende Körperteile zu ersetzen, sondern zu ergänzen. Anhand einer Reihe von Beispielen, Projekten und Arbeiten werde ich dieses Spannungsfeld darlegen.

 

Nadja Buttendorfs Arbeit verbindet unterschiedliche Bereiche aus Popkultur, Technologiegeschichte und Genderforschung. Sie ist spezialisiert auf Fragen der kybernetischen Erweiterung des menschlichen Körpers, alien-spekulative Szenarien und posthumanen Schmuck. Buttendorf ist Gründungsmitglied des Cyborgs e.V. und dafür bekannt, den Begriff „Explants“ geprägt zu haben. Aktuell arbeitet Sie an einer Web-Serie zur Geschichte der Computerentwicklung in der DDR.

 

Nadja Buttendorf (geb. 1984 in Dresden) studierte Freie Kunst an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Halle (Diplom 2012). Sie lebt und arbeitet in Berlin seit 2011.