10.11.2015

Panel (Un)Mittelbarkeit des Magischen, Jahresthema 2015/16: Reale Magie

 

Panel „(Un)Mittelbarkeit des Magischen“, cx-Vortragsreihe „Reale Magie“
cx centrum für interdisziplinäre studien, Akademie der Bildenden Künste München

 

Gäste zu dem Panel „Die (Un)Mittelbarkeit des Magischen" sind Demdike Stare (Sean Canty und Miles Whittaker). In ihrer Präsentation werden die Musiker aus Manchester einen theoretischen und akustischen Eindruck ihrer speziellen archivarischen Recherche und Soundproduktion vermitteln. Im Fokus ihrer Soundbeispiele und Erläuterungen stehen dabei die Gegenwart andersweltlicher Mysterien sowie Einsichten in das Unbegreifliche, die ihre Musik eröffnen. Canty und Whittaker haben ihr Kollaborationsprojekt nach einer um 1700 verfolgten Hexe benannt. Sie machen Musik, die von Okkultismus, Spiritualität, Philosophie, Politik und Religion gleichermaßen beeinflusst ist und immer wieder die Verbindung zum Film sucht. Ihre Produktionen erscheinen auf ihrem Label Modern Love, auf dem sie auch die Produktionen anderer Musiker, wie etwa die von Andy Stott, veröffentlichen. 

 

Seit 2009 machen Sean Canty und Miles Whittaker unter dem Namen Demdike Stare Musik, die von Okkultismus/Spiritualität, Philosophie, Politik und Religion beeinflusst ist und ein Gespür für das andersweltliche Mysterium und Einsicht in das Unbegreifliche gewährt. Sie erscheint unter dem Modern Love Label (bisher erschienen sind u.a. die drei Alben Symbiosis, Tryptych und Elemental) und wurde bereits für eine Reihe von Filmproduktionen verwendet, u.a. für Kiss of the Damned (2012) und Joe (2013). Das Musiker-Duo aus Manchester trat bereits weltweit in zahlreichen Theatern, Museen, Kunsträumen und Clubs auf – darunter auch mit Einzelprojekten wie der Live-Vertonung Häxan – Witchcraft through the ages von Benjamin Christensens Hexenfilm von 1922 im Auftrag des British Film Institute, oder der Arbeit Concealed, eine Zusammenarbeit mit der Krakauer Sinfonietta und dem Videokünstler Michael England für das Unsound Festival, von der zuletzt eine Fassung Anfang 2015 im Barbican Theatre in London aufgeführt wurde.