15.01.2013

Panel Text und Stoff, Jahresthema 2012/13: Macht des Materials/Politik der Materialität

 

 

Panel „Text und Stoff“, cx-Vortragsreihe „Macht des Materials/Politik der Materialität“
cx centrum für interdisziplinäre studien, Akademie der Bildenden Künste München

 

In zwei Beiträgen zeigt der Vortragsabend, wie Materialien in Poesie, in Musik und deren Aufführung zum Einsatz kommen, in Künsten also, die in der Tradition idealistischer Ästhetik häufig als materialfern, geradezu unstofflich aufgefasst werden. Zugleich demonstrieren die beiden Beiträge an einer kleinen Serie von Dingen und Materialien die vielfältigen Formen der Übersetzung oder Übertragung, die beim Wechsel der Künste und Ausdrucksformen im Spiel sind. Dabei geht es nicht zuletzt um die Reichweite unseres Beschreibungsvokabulars für die materiale Seite von Wort, Ton und Schrift.

 

Cornelia Ortlieb hat Neuere Deutsche Philologie, Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie studiert und ist seit 2011 Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der LMU München. Sie hat sich in verschiedenen Projekten mit Fragen des Materials und der Materialität in den Künsten befasst, darunter besonders mit der Mitwirkung von Materialien beim Schreiben und verschiedenen Formen der Papierarbeit. Zu ihren jüngeren Publikationen zur materialen Seite des Schreibens und zur Theorie der Materialität zählen unter anderem Friedrich Heinrich Jacobi und die Philosophie als Schreibart (2010), Jean Pauls Punktiermanier (2011), Schöpfen und Schreiben: Weimarer Papierarbeiten (2012), Papierflügel und Federpfau. Materialien des Liebeswerbens bei Stéphane Mallarmé (2013).