02.11.2017

Panel Am Anfang war die Emotion, Jahresthema 2017/18: Politik der Emotionen/Macht der Affekte

 

Panel „Am Anfang war die Emotion“, cx-Vortragsreihe „Politik der Emotionen/Macht der Affekte“
cx centrum für interdisziplinäre studien, Akademie der Bildenden Künste München

 

Antonio Damasio gehört zu den bedeutendsten Neurowissenschaftlern unserer Zeit und ist Professor für Neurowissenschaften, Psychologie und Neurologie an der University of Southern California, Los Angeles. Bekannt wurde er vor allem mit seinen Forschungen zum menschlichen Bewusstsein und zur untrennbaren Einheit von Gefühl und Kognition. In seinem neuesten Buch „Im Anfang war das Gefühl" beschreibt er nicht nur, warum Gefühle bzw. Affekte ein zentraler Kern mentaler Zustände und Erlebnisse des Menschen sind, er bestimmt sie außerdem als Grundlage und Motivation für die gesamte menschliche Kultur. Sein Vortrag wird an diese Thesen anknüpfen und zeigen, wie und warum Affekte kulturelle Prozesse anstoßen und in untrennbarer Verschränkung mit der Vernunft einen ständigen Bewertungsprozess kreativer Entwicklungen vornehmen.

 

Antonio Damasio ist Professor für Neurowissenschaften, Psychologie und Neurologie an der University of Southern California, Los Angeles und Direktor des dortigen Brain and Creativity Institute. Ein Schwerpunkt seiner jahrelangen Forschungsarbeit, u.a. am University of Iowa Medical Center, liegt auf dem Verhältnis zwischen Emotion und Verstand bzw. der eng vernetzten Wechselwirkung und gemeinsamen evolutionären Entwicklung von Gefühl und Kognition. Für seine Arbeit wurde er über die Jahre mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter mit dem Honda-Preis, dem Prinz-von-Asturien-Award und, gemeinsam mit seiner Frau, der Neurologin und Neurowissenschaftlerin Hanna Damasio, dem Pessoa-, dem Signoret- und dem Cozzarelli-Preis. Damasio ist Fellow der American Academy of Arts and Sciences, der National Academy of Sciences, der European Academy of Science and Arts sowie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Seine Bücher, darunter Descartes' Irrtum (List, 1995) und Ich fühle, also bin ich (List, 2000), sind internationale Bestseller und wurden in über 30 Sprachen übersetzt. Für Selbst ist der Mensch (Siedler, 2011) wurde er mit der Corine ausgezeichnet. Sein neuestes Werk Im Anfang war das Gefühl bestimmt das Gefühl als zentrale Voraussetzung für den Ursprung der menschlichen Kultur und ist 2017 bei Siedler erschienen.