10.12.2019

Panel Exzess, Gender, Rassifizierung, Jahresthema 2019/20: Exzess

 

Panel „Exzess, Gender, Rassifizierung“, cx-Vortragsreihe „Exzess“
cx centrum für interdisziplinäre studien, Akademie der Bildenden Künste München

 

Das Panel mit dem Titel „Exzess, Gender, Rassifizierung“ bestreiten die US-amerikanische Wissenschaftlerin Amber Jamilla Musser und die brasilianische Künstlerin und Forscherin Luiza Prado de O. Martins.

 

In ihrem Vortrag „Excess/Brown Jouissance“ untersucht Amber Jamilla Musser, wie in der Kunst bestimmte Körper – insbesondere die schwarzer und brauner Frauen und Mädchen – „unsichtbar“ erscheinen oder gemacht werden. Gleichzeitig diskutiert Musser, wie künstlerische Positionen versuchen diese Unsichtbarkeit zu unterlaufen. Dabei zeigt sie auf, wie Rassifizierungen als Spektakel missbraucht werden und wie die Weigerung sich nicht als ‚exotischer’ Körper zu präsentieren, als eine Strategie des Widerstands eingesetzt werden kann. In diesem Zusammenhang kommen auch Stereotype über nicht-weiße Körper zum Ausdruck und wird die Analyse des Exzessiven aus dem Visuellen ins Feld der Performance und des Sounds/der Geräusche erweitert.

 

Amber Jamilla Musser ist Außerordentliche Professorin für Amerikastudien an der George Washington University. Ihre Forschung situiert sich an der Schnittstelle von Ästhetik, Rassifizierung, Gender- und Sexualitätsstudien. Musser hat zahlreiche Publikationen in den Feldern kritische Theorie, queerer Feminismus, Rassifizierung, Sexualität und Queer-of-Colour-Kritik veröffentlicht. Sie ist die Autorin von Sensual Excess: Queer Femininity and Brown Jouissance (New York University Press, 2018), für dessen Fertigstellung sie 2018 einen Arts Writer's Grant der Warhol Foundation erhielt, sowie von Sensational Flesh: Race, Power, and Masochism (New York University Press, 2014). Zusammen mit Kadji Amin und Roy Pérez ist Musser Mitherausgeberin von Queer Form: Aesthetics, Race, and the Violences of the Social, einem Sonderheft von asap/Journal (Mai 2017). Außerdem verfasst sie Kunstkritiken für Brooklyn Rail. In ihrem jüngsten Projekt untersucht sie das Verhältnis zwischen Lärm, Ethik und Ästhetik.