Die hier dokumentierten Vorträge stammen aus den interdisziplinären Vortragsreihen des cx. Sie bilden diese nicht komplett ab, da nicht alle Referent*innen der Veröffentlichung zugestimmt haben. Die vollständige Liste der Referent*innen finden Sie hier nach Jahresthemen geordnet:

https://www.adbk.de/de/lehrangebot/cx-centrum-fuer-interdisziplinaere-studien/archiv-jahresthemen.html

 

Vortrag

Mittwoch 08. April, 19 Uhr | Auditorium, Neubau

 

Workshop

Donnerstag 09. April, 11 bis 16 Uhr | Alter Sitzungssaal, Altbau

 

 

Peter Wächtler (geboren 1979 in Hannover),

lebt und arbeitet in Berlin und Brüssel

 

„Peter Wächtlers in den letzten Jahren entstandene Filme, Skulpturen, Zeichnungen und Texte verbindet eine Auseinandersetzung mit der Erzählung als Erweiterung, Verkehrung oder Fortsetzung der Wirklichkeit. Angesichts der unendlichen Vervielfältigung von Erzählungen in TV und Printmedien, via Twitter, Email und Facebook stellt sich die Frage nach dem Verhältnis von Erleben und Erzählen und deren Wechselwirkung. Wächtlers Arbeiten gehen aus von dem Potenzial der Erzählung als Spiegelung und Entwurf von Situationen, Figuren und Orten; seine Geschichten kreisen um Momente der Intensität und deren erzählerische Konstruktion. Die Erzählung erscheint dabei als Möglichkeitsraum, in dem die zunehmend verwaltete und vermarktete Welt gespiegelt und Melancholie und Resignation ad absurdum geführt werden können.
Die Protagonisten in Wächtlers Arbeiten, meist Ich-Erzähler, erscheinen als passive Betrachter ihrer eigenen Geschichte. Während ihre Position von Machtlosigkeit, Schicksal und Unzulänglichkeit geprägt ist, werden ihnen omnipotente Verkörperungen von Macht, Erfolg und Überlegenheit gegenüber gestellt. Erzählerische Mittel
wie Übertreibungen und klischeehafte Überzeichnungen kommen zum Einsatz, bleiben aber immer im Modus der Sachlichkeit. Wächtler greift Elemente verschiedener Genres und Erzählmodi wie Abenteueroder Liebesgeschichte, Bericht oder Briefwechsel auf, führt sie in Extreme und nimmt zugleich einen reflektierenden Abstand ein. Die Arbeiten halten die Schwebe zwischen Tragik, trockenem Humor und todernster Nüchternheit.
(Quelle: Pressetext)


Die Vortragsreihe Jour Fixe wird von Studenten der Akademie organisiert und aus Studienmitteln finanziert