Die hier dokumentierten Vorträge stammen aus den interdisziplinären Vortragsreihen des cx. Sie bilden diese nicht komplett ab, da nicht alle Referent*innen der Veröffentlichung zugestimmt haben. Die vollständige Liste der Referent*innen finden Sie hier nach Jahresthemen geordnet:

https://www.adbk.de/de/lehrangebot/cx-centrum-fuer-interdisziplinaere-studien/archiv-jahresthemen.html

 

Artist Talk in der Ausstellung Lina Bo Bardi

Veronika Kellndorfer im Gespräch mit Simone Bader und Prof. Dr. Florian Matzner

DI 10.02.15 | 16:30 Uhr

Ort Pinakothek der Moderne | Barer Str. 40 | München

 

Auf Einladung des Architekturmuseums inszeniert Veronika Kellndorfer eine Intervention in der Ausstellung zu Lina Bo Bardis 100. Geburtstag. “Tropical Modernism“ reflektiert das Prinzip offener Strukturen und überführt diese in ein Gefüge aus transparenten und opaken Elementen.



 

Zwei Jahre nach ihrer Arbeit "French Window" -  konzipiert für das hohe Fenster am oberen Ende der großen Treppe in der Pinakothek der Moderne in München - realisiert Veronika Kellndorfer erneut eine raumbezogene Arbeit, diesmal für die Fensterfront des Architekturmuseums. Für diese Ausstellung schliesst Sie ihre Arbeit mit der Spezifik des Gebäudes als auch mit der sehr politischen Architektur Lina Bo Bardis kurz. Die semi-transparente Arbeit „casa de vidro“ ist direkt am Eingangsbereich der Ausstellung, klassisch, vor der Wand angebracht, während die riesigen, 210 x 210 cm großen Scheiben auf die Länge von 20 Metern verteilt sind und direkt in den quadratischen Fenstern des Museumsarchitektur befestigt sind. Die farbigen und hinterleuchteten Siebdrucke auf Glas zeigen die amorphen Formen der als Öffnungen in den Sichtbeton geschnittenen Fenster der SESC Pompeia Fabrik in Sao Paulo. Die  Motive erinnern in ihren außergewöhnlichen Formen an Matisse’s Cut-Outs, oder wie Lina Bo Bardi sagt an Wolken. Die gläsernen Siebdrucke werden Teil des Raums, generieren Architektur in der Architektur, Transparenz und Opazität, ein Spiel mit Gitterstrukturen, die fast wie bei japanischen Shoji-Fenstern, als hölzerne Schiebevorrichtung vor den Öffnungen sitzen zugleich aber auch die Gitterstruktur der Museumsfenster thematisieren.