Jahresthema „Human after Man“
Interdisziplinäre Vortragsreihe (WS 2018/19)

 

23. Oktober 2018

Monströse Re-Figurationen

Morehshin Allahyari

 

Morehshin Allahyari ist Medienkünstlerin, Aktivistin, Pädagogin und Kuratorin. Sie nutzt Computermodellierung, 3D-Scanning und digitale Fertigungstechniken, um die Schnitt-stelle von Kunst und Aktivismus zu erkunden. Inspiriert von Konzepten des kollektiven Archivierens, der Erinnerung und des kulturellen Widerspruchs fordern Allahyaris im 3D-Druckverfahren hergestellte Skulpturen soziale und Gender-Normen heraus. Derzeit arbeitet sie an einem neuen Werkkomplex zum digitalen Kolonialismus und zur Re-Figurierung als einer feministischen und entkolonialisierenden Praxis. Sie trägt den Titel She Who Sees the Unknown und wird als gemeinsame Auftragsarbeit vom Whitney Museum of Art, der Liverpool Biennial und FACT sowie dem Rhizome Commissions Programm 2018 gefördert. Momentan ist Allahyari Artist-in-residence bei Pioneer Works in New York. Zu ihren weiteren aktuellen Auszeichnungen zählten ein Forschungsaufenthalt im Eyebeam Art + Technology Center (2016–17), der Preis für digitale Skulptur vom Institute of Digital Art (2016) sowie die Ehrung als Leading Global Thinker durch das Foreign Policy Magazine 2016. Ihr Werk ist weltweit in zahlreichen Festivals, Workshops und Ausstellungsinstitutionen vertreten. Zu diesen zählen das Whitney Museum of American Art, New York, das Centre Pompidou in Paris, die Biennale di Archittectura in Venedig, das Pori Museum in Finnland, sowie das Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main. Allahyari machte ihren MFA an der University of North Texas, den MA an der University of Denver und ihren BA an der Universität Teheran, Iran. Sie ist Mit-Verfasserin des 3D Additivist Manifesto sowie des darauf folgenden 3D Additivist Cookbook.