Das cx centrum für interdisziplinäre studien widmet sich mit seinem ersten Jahresthema, „Macht des Materials/Politik der Materialität”, der aktuellen Konjunktur von Material und Materialität in den künstlerischen und wissenschaftlichen Disziplinen.

 

Hier finden Sie das Jahresthema „Macht des Materials/Politik der Materialität” umfassend dokumentiert:


Einführung ins Jahresthema (Konzepttext)
Vortragsreihe „Macht des Materials/Politik der Materialität“ (Videoaufnahmen )
Projektklassen der Gastprofessor*innen Max Lamb (Fotos), Manfred Pernice (Fotos) und Nairy Baghramian (Fotos)
Weitere Lehrveranstaltungen im SoSe 2012, WS 2012/13 und SoSe 2013

Siehe darüber hinaus die Publikation (diaphanes 2014)

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (cx flyer_med.pdf)Flyer

Mit seinem zweiten Jahresthema „Fragile Identitäten“ untersucht das cx aus künstlerischer und wissenschaftlicher Perspektive die vielfältigen und komplexen Identifikationsprozesse der Gegenwart.

 

Hier finden Sie das Jahresthema „Fragile Identitäten“ umfassend dokumentiert:


Einführung ins Jahresthema (Konzepttext)
Dreiteiliges Symposium „Fragile Identitäten" (Videoaufnahmen )
Projektklassen der Gastprofessorin Claire Denis und

Gastprofessor Tobias Zielony (Fotos)

Weitere Lehrveranstaltungen WS 2013/14 und SoSe 2014

Siehe darüber hinaus die Publikation (diaphanes 2015)

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (2013-10-17-plakat.jpg)Poster
Diese Datei herunterladen (flyer-final-hires-august2.pdf)Flyer

 

Das dritte Jahresthema des cx centrum für interdisziplinäre studien, „Die Gegenwart der Zukunft”, fragt nach Mitteln und Wegen, wie Künste und Wissenschaften heute, ausgehend von den aktuellen Bedingungen, Handlungsspielräume für den Entwurf alternativer Zukünfte gewinnen. 

 

Hier finden Sie das Jahresthema „Die Gegenwart der Zukunft” umfassend dokumentiert:


Einführung ins Jahresthema (Konzepttext)
Vortragsreihe „Die Gegenwart der Zukunft“ (Videoaufnahmen )
Projektklassen der Gastprofessorin Nora Schultz und

Gastprofessor Tyler Coburn

Weitere Lehrveranstaltungen WS 2014/15 und SoSe 2015

Siehe darüber hinaus die Publikation (diaphanes 2016)

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (flyer_cx_diegegenwartderzukunft-4.pdf)Flyer

 

Das cx centrum für interdisziplinäre studien untersucht mit seinem vierten Jahresthema „Reale Magie“ die gegenwärtige Realität des Magischen und dessen Wiederentdeckung in den Künsten, Wissenschaften und der Alltagskultur.

 

Hier finden Sie das Jahresthema „Reale Magie“ umfassend dokumentiert: (diaphanes 2018)

 

Einführung ins Jahresthema (Konzepttext)

Vortragsreihe „Reale Magie“ (Videoaufnahmen)
Projektklassen der Gastprofessorinnen Melanie Bonajo und Mariechen Danz

Weitere Lehrveranstaltungen WS 2015/16 und SoSe 2016

Siehe darüber hinaus die Publikation (diaphanes 2018)

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (REALE_MAGIE-folder.pdf)Flyer

 

Das fünfte Jahresthema des cx centrum für interdisziplinäre studien, „Hybride Ökologien“, fragt, welche Konsequenzen der gegenwärtige Ökologiebegriff für das Denken von Gemeinschaft sowie für künstlerische und gestalterische Praktiken nach sich zieht.

 

Hier finden Sie das Jahresthema „Hybride Ökologien“ umfassend dokumentiert:

 

Einführung ins Jahresthema (Konzepttext)

Vortragsreihe „Hybride Ökologien“ (Videoaufnahmen)

Projektklassen der Gastprofessor*innen John Jordan & Isabelle Fremeaux (Labofii) und Gastprofessor Simon Starling

Weitere Lehrveranstaltungen WS 2016/17 und SoSe 2017

Darüber hinaus ist die begleitende Publikation in Vorbereitung und erscheint 2019.

 

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (hybride-oekologier-flyer-FINAL-webNEU.pdf)Flyer

Visual_Politik der Emotionen_1.jpg

 

Mit seinem sechsten Jahresthema, „Politik der Emotionen/Macht der Affekte“ greift das cx centrum für interdisziplinäre studien Affekte und Emotionen als bedeutende zeitgemäße Analysekategorie des Sozialen wieder auf. Es fragt nach dem Einfluss der medialen Vermittlung von Emotionen und affektiven Gestimmtheiten, nach potentiell neuen Kräfteverhältnissen durch eine Maschinisie­rung von Affekten und erforscht aktuelle künstlerische und gestalterische Reflexio­nen und Dekonstruktionen emotionaler Regime.

 

Hier finden Sie das Jahresthema „Politik der Emotionen/Macht der Affekte“ umfassend dokumentiert:

 

Einführung ins Jahresthema (Konzepttext)

Interdisziplinäre Vortragsreihe 2017/18 (Videoaufnahmen)

Projektklasse der Gastprofessorin Cécile B. Evans und Workshop mit dem Peng! Kollektiv

Weitere Lehrveranstaltungen WiSe 2017/18 und SoSe 2018

Darüber hinaus ist die begleitende Publikation in Vorbereitung und erscheint 2020.

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Flyer.pdf)Flyer

Human-after-Man.jpg

 

Mit seinem siebten Jahresthema "Human after Man" untersucht das cx centrum für interdisziplinäre studien, wie das Menschliche in den Künsten und Wissenschaften aktuell neu bestimmt wird. Dabei setzt es eine dekoloniale Perspektive mit Ansätzen in Bezug, die vorrangig im Klimawandel, im gegenwärtigen Artensterben oder einer immer engeren Verschmelzung von Lebendigem und Technischen den zwingenden Anlass für eine Neubestimmung des Menschlichen sehen.

Hier finden Sie das Jahresthema „Human after Man“ umfassend dokumentiert:

 

Einführung ins Jahresthema (Konzepttext)

Interdisziplinäre Vortragsreihe 2018/19 (Videoaufnahmen)

Projektklasse des Gastprofessors keyon gaskin

Weitere Lehrveranstaltungen WS 2018/19 und SoSe 2019

Darüber hinaus ist die begleitende Publikation in Vorbereitung und erscheint 2020.

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Human-after-Man_Flyer.pdf)Flyer

Reale Magie (2015/16)

 

Ort A.EG.15 (historische Aula), Akademiestr. 2

oder E.EG.28 (Auditorium), Akademiestr. 4

Zeit jeweils Dienstag um 19.00 Uhr

 

27.10.2015 Okkulte (Gegen)Kultur

Carl Abrahamsson und Genesis Breyer P-Orridge (per Skype)

 

10.11.2015 (Un)Mittelbarkeit des Magischen

Demdike Stare

 

17.11.2015 Magisches Wissen

Susan Greenwood und Christoph Keller

 

24.11.2015 Magische Künste

Verena Kuni, Annika Lundgren und Kadri Mälk

 

15.12.2015 Magie und Macht

Olivia Plender und Marco Pasi

 

12.01.2016 Techno Magic

Jussi Parikka und Jeremy Wade

 

Sommersemester 2016

02.06.2016 Magic Tricks and the Mastery of Non-Mastery

Keynote von Michael Taussig

 

 

 

Reale Magie (2015/16) 

 

„Heute ist das Okkulte alltäglich“, stellte 2012 der britische Kulturwissenschaftler Christopher Partridge fest und bezog sich damit auf die steigende Popularität von Magie und anderen okkulten Strömungen. Gerade in den westlichen Gesellschaften ist seit einigen Jahren ein erneutes und sehr lebendiges Interesse an Spiritualismus, Mystizismus, magischen Praktiken und okkultem Wissen zu beobachten. Das Magische bzw. Okkulte tritt dabei jedoch weniger als eine gegenkulturelle Bewegung auf, wie es in den 1960er und 1970er Jahren der Fall war, sondern scheint sich vielmehr zu einem gesamtgesellschaftlichen Populärphänomen zu entwickeln, das gerade durch die umfassende Digitalisierung weite Verbreitung findet und nicht nur die Künste beschäftigt, sondern auch im akademisch-wissenschaftlichen Bereich intensiv diskutiert wird.

 

Das cx centrum für interdisziplinäre studien untersucht mit seinem vierten Jahresthema „Reale Magie“ die gegenwärtige Realität des Magischen und dessen Wiederentdeckung in den Künsten, Wissenschaften und der Alltagskultur. Die Vortragsreihe im Wintersemester 2015/16 fragt nach Gründen für die neue Faszination am Okkulten, nach den westlichen Erscheinungs- und Praxisformen des Magischen, nach möglichen gegenwärtigen Potentialen magischen Wissens, aber auch nach den Kehrseiten des Okkultismus und den Grenzen und Gefährdungen magischen Denkens in einer globalisierten und vom Ideal einer ökonomisierten Zweckrationalität bestimmten Welt.

 

 Jahresthema Reale Magie"

 

Haunted Domesticity, Counterworlds at Home

Karianne Fogelberg, M. A.

(also modul B.06.09, with one additional session in WS)

 

Room E.ZG.04, Akademiestr. 4

Time Tuesday 10.30–12.30 am, First Session: 19.04.2016 (introduction, closing registration), further dates 26.04., 03.05., 10.05., 17.05., 24.05., 31.05., 07.06., 14.06, 21.06., 28.06., 07.07., open to all students

Teaching language English. Regular reading required.

 

The domestic is undergoing radical change. Digital technologies are reconfiguring the interior, the sharing economy is entering our kitchens and bedrooms; homes are turning into sources of income and workplaces, and distinctions between the private and the public are being eroded. Throughout modern history the home has been contested ground with the introduction of technologies, political discourse, social norms, and as sites of production, reproduction and recreation. At the same time, the domestic has been the setting for the (allegedly) magic and the occult: the witch hunts of the 16th and 17th Century for example aimed at containing women within their new domestic roles; the advent of electricity coincided with the séances of Victorian spiritualists; advocates of Expressionism proposed a spiritually charged architecture; and today’s fabrication of virtual realities and propositions for the ‘smart home’ are adopting the rhetoric of the magical.

 

Continuing the examination of the annual theme “Real Magic”, the seminar will examine current constructions and realities of domesticity against past and present notions of the supernatural, the haunted, the enchanted and the bewitched – drawing on examples from film and television, design and architecture (with work by Tal Erez, Jesse Howard, Friedrich Kiesler, Carlo Mollino, Jacques Tati, and Bruno Taut, among others) and writings by design and architecture thinkers Reyner Banham, Ruth Schwartz Cowan, Anthony Vidler, Betti Marenko as well as current positions of philosophy, social science and political theory by Jane Bennett, Silvia Federici and Isabelle Stengers – investigating how the domestic interior and current approaches to magic and the occult may be related to each other.

 


  

Magic Now ! (auch Modul D.05.09)

Dr. Susanne Witzgall

in Kooperation mit der Werkstatt für Hochdruck und Typografie (Dr. Martin Schmidl)

 

Raum E.O1.23, Akademiestr. 4

Zeit Dienstag 14.00–16.00 Uhr, Beginn: 26.04.2016 (Vorbesprechung, Einführung), weitere Termine 03.05., 10.05., 24.05., 07.06., 14.06. 21.06., 28.06. sowie zwei Termine in Absprache mit der Werkstatt für Hochdruck und Typografie

 

Im Mittelpunkt des Seminars steht die Frage, welche Zugänge ganz aktuelle geistes- und sozialwissenschaftliche Theorien zu Konzepten des Magischen, des Okkulten und der Hexerei eröffnen. Welche Ideen verbinden heutige Ansätze aus der Anthropologie, feministischen oder politischen Theorie,  Medien- und Kunsttheorie sowie der Philosophie mit diesen Begriffen und vor allem: Lassen sich ähnliche Ideen zur Magie auch in der zeitgenössischen Kunst finden? Im Seminar sollen unter anderem zentrale Texte von Jane Bennett, Silvia Federici, Isabelle Stengers, Eduardo Kohn, Reza Negarestani, Steven Shaviro und Eugene Thacker besprochen und in Bezug zu zeitgenössischen künstlerischen Positionen von AA Bronson bis hin zu Melanie Bonajo, Mikala Dwyer, João Maria Gusmão + Pedro Paiva oder Olivia Plender gesetzt werden. Themen, die dabei – analog zu den verstreuten aktuellen Diskursen zur Magie – aufgegriffen werden, betreffen unter anderem die Beschreibung des Kapitalismus als ein mit Zauberei operierendes System, das Symbol der Hexe als eines der Revolte und des Widerstands sowie die vielfältigen Überschneidungen von Animismus, Neuem Materialismus und Spekulativem Realismus mit Magie, Okkultismus und übernatürlichem Horror. Das Seminar versteht sich als gemeinsames Forschungsprojekt, das sich an einer zeitgemäßen Definition von Magie versucht und analysiert, wo die kritischen Potentiale eines neuen Verständnisses von Magie für die zeitgenössische Kunst und unsere gegenwärtige Gesellschaft liegen könnten.

 

Im Anschluss an die theoretische Auseinandersetzung besteht die Möglichkeit, in einem zweitägigen Workshop der Werkstatt für Hochdruck und Typographie am Ende des Seminars erarbeitete Statements, Slogans, Textfragmente oder Bildideen zur Magie der Gegenwart in eine gemeinsame Plakatserie umzusetzen. Eine Präsentation oder Veröffentlichung ausgewählter Plakatentwürfe in geeignetem Rahmen ist angedacht. Das Seminar kann unabhängig von der Workshop-Teilnahme besucht werden. Eine Teilnahme am Workshop ohne den vorausgehenden Theorieteil ist jedoch nicht möglich. Die Terminierung des Workshops von Martin Schmidl findet in Absprache mit den Teilnehmer*innen statt.

 


 

„Secrets, Gossip, and Gods“ – Zum Verhältnis von Ritual und Performance in der afro-brasilianischen Religion Candomblé. 

Prof. Dr. Marietta Kesting

 

Raum E.02.29 / Auditorium / E.ZG.04, Akademiestr. 4

Zeit Dienstag, 24.05. von 16–18 Uhr in Raum E.02.29 (Einführung), 16.06. von 10–17 Uhr im Auditiorium, 17.06. von 10–17 Uhr in Raum E.ZG.04

 

Was ist die Verbindung von Ritual, geheimen Wissen und künstlerischer Performance? Wie hat sich die afrikanische Diaspora in Orte, Praktiken und Kulturen eingeschrieben, und welche wissenschaftlichen und künstlerischen Auseinandersetzungen haben sie bestimmt? Welche unabgeschlossenen Transformationen religiöser und sozialer Praktiken sind historisch und aktuell entstanden?

 

Dieses Seminar möchte sich aus historischer Perspektive an das Glaubenssystem und die Praxis des Candomblé annähern. Dabei wird untersucht, welche Interpretationen und Analysen in Texten vorliegen, aber auch wie Candomblé medial, fotografisch und filmisch, (re-)inszeniert und dokumentiert wurde. Darauf aufbauend wird diskutiert, auf welche Art und Weise Candomblé aus heutiger – post-kolonialer – Sicht gedeutet werden kann, und wie diese Religion in alltäglichen Formaten aktuell praktiziert wird.

 

Die von den Nachfahren der afrikanischen Sklav*innen praktizierte Religion Candomblé („Tanz der Götter“) verbindet Glaubensformate der Yoruba im heutigen Nigeria/Benin mit Elementen des von den portugiesischen Kolonialisten eingeführten Katholizismus.

Salvador de Bahia in Brasilien war im 17. und 18. Jahrhundert der Haupthafen des transatlantischen Sklavenhandels. Dadurch wurde es zum Zentrum des Candomblé, hier wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch der erste Tempel gegründet. Eine wichtige Funktion nehmen die Orixás im Candomblé ein, mit denen die Menschen im Gegensatz zu dem oberste Gott Olorun in Kontakt stehen – etwa bei Tanzritualen, die zum Teil in Trance münden können. Viele westliche Schreibende, Fotograf*innen und Ethnolog*innen (u. a. Bruce Chatwin, Ruth Landes, Hubert Fichte, Leonore Mau, Pierre Verger) waren fasziniert von den (oft geheimen) Ritualen, Tänzen und musikalischen Performances. Zeuge dieser Faszination sind vielfältige schriftliche sowie bildliche Auseinandersetzungen und filmische Adaptionen (u. a. von Maya Deren, Werner Herzog).

 


 

Das Programm des cx centrum für interdisziplinäre studien wird aus Mitteln des Bundes­ministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PL11023 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autor*innen.