„Practices of Mutual Care (Formen gegenseitiger Fürsorge)“

Vortrag und Workshop mit Inga Zimprich (Berlin)

 

Termin: Do., 31.01., 18:00 Vortrag: „Practices of Mutual Care (Formen gegenseitiger Fürsorge)“

Fr. 01.02., 11:00 – 15:00 Workshop

Ort: E.01.23, Erweiterungsbau, Akademie der Bildenden Künste

 

Inga Zimprich ist Künstlerin und Kuratorin. Sie initiierte die Feministische Gesundheitsrecherchegruppe 2015. 2016/2017 bestand FGRG aus Julia Bonn, Alice Münch, Inga Zimprich, sie ging aus einer größeren Gruppe hervor. Seit 2018 besteht sie in verschiedenen Konstellationen. Inga ist außerdem Teil der Sickness Affinity Group, einem Zusammenschluss von Künstler*innen und Aktivist*innen u.a., die zu (chronischer) Krankheit und Behinderung arbeiten.

Reflections on LOL History

Keynote by Shumon Basar

 

Date: Fr. 11.01, 18:15

Location: Auditorium, Erweiterungsbau, Akademie der Bildenden Künste

Shumon Basar is a writer, thinker and cultural critic. He is co-author of The Age of Earthquakes: A Guide to the Extreme Present with Douglas Coupland and Hans Ulrich Obrist (Penguin/Blue Rider, 2015). His edited books include Translated By, Cities from Zero and Hans Ulrich Obrist Interviews Volume 2. He is Commissioner of the Global Art Forum in Dubai, Editor-at-large of Tank magazine and Contributing Editor at Bidoun magazine, Director of the Format program at the AA School, a member of Fondazione Prada’s “Thought Council” and Art Jameel’s Curatorial Council.

He will give a talk on his text LOL History (e-flux 2017) which has been sparked by a photo of Doan Thi Huong that was taken shortly after she assassinated Kim Jong-nam, the eldest son of former North Korean leader Kim Jong-il. From the image taken by a CCTV-camera, he develops a kaleidoscopic study of digital images, talking about pixels, the zoom, Chris Maker, Lacan and deep-sea cables.

 

The keynote is part of a workshop (Fr. 11.01, 13:00 – 18:00 at the Auditorum, Erweiterungsbau; Sa. 12.01, 9.30 – 15:00, Alter Sitzungssaal, Altbau) that picks up the kaleidoscopic nature of LOL History with inputs that concentrate and expand on a part, a phrase or a notion of the text. Inputs will be given by Sebastian Althoff (München), Julia Eckel (Bochum), Felix Hasebrink (Bochum), Niklas Kammermeier (Bochum,) David Ashley Kerr (Helsinki), Elisa Linseisen (Bochum), Maja-Lisa Müller (Bielefeld), Nicolas Oxen (Weimar), Rebecca Puchta (Frankfurt) and Franziska Winter (Weimar).

 

„The picture has moved.“ Extreme Bilder, World Zooms, Immersive VR
Datum & Uhrzeit: Do | 10.01.2019 | 18:30 Uhr
Ort: E.01.23 | Neubau der AdBK

 

 

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„Eine Skulptur-Photographie oder besser eine Teleplastik“ — Mimesen zwischen Natur und Kultur bei Caillois

Vortrag von Maria Muhle bei der Internationalen Konferenz „Mimesis Expanded“, 21.–23.11.2018, Ruhr-Universität Bochum 

 

In „Mimese und legendäre Psychasthenie“ (1935) widmet sich Roger Caillois Formen exzessiver Nachahmung anhand der Insektenmimese und eröffnet zugleich eine Fluchtlinie hin auf die psychische Verfasstheit menschlicher Subjekte und ihre Raumpathologien. Entgegen der These, das mimetische Anpassungsverhalten der Insekten an ihre Umwelt sei ein Abwehrmechanismus, zeigt Caillois, dass es sich hierbei keineswegs um eine Artikulation des Selbsterhaltungstriebs, sondern um einen „Trieb zur Selbstaufgabe“ handele. Mimese wird zur Pathologie, insofern sie die Unterscheidung zwischen Organismus und Umgebung zersetzt. Zugleich beschreibt Caillois die morphologische Mimese als eine „echte Photographie […]: eine Skulptur-Photographie oder besser eine Teleplastik“, als eine Art 3D-Print avant la lettre. Der Vortrag möchte diesen Zusammenhang von (Insekten-)Mimese und Fotografie untersuchen und sich dabei auf einschlägige Caillois-Lektüren (R. Krauss, J. Lacan, K. Silverman) beziehen, die sowohl den Ästhetik- als auch den Subjektbegriff aufweichen und so Anhaltspunkte geben für die Bestimmung einer „Milieuästhetik“.

 

Weitere Informationen

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Maintenance als Lebensform. Zwischen Ästhetik und Politik 

Vortrag von Maria Muhle bei der Veranstaltungsreihe des Instituts für Kunstwissenschaft und Ästhetik

Universität der Künste Berlin

6. November 2018, 20 Uhr, Raum 110

Gebäude Hardenbergstraße, Hardenbergstraße 33, 10623 Berlin

Vortrag von Maria Muhle bei der Ringvorlesung "Tausend Milieus", an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar, Wintersemester 2018-2019

 

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Franz Wanner & Maria Muhle –– Künstlergespräch

Ort: 404 – Page Not Found, Corneliusstraße 2, 80469 München

Eintritt frei

 

Franz Wanner und Maria Muhle blicken auf ein Missverhältnis zweier Komplexe: der Privatsphäre und des Staatsgeheimnisses. Gemeinsam diskutieren sie über die Bedingungen des (Über-)Lebens in einer Welt, in der Informationen ohne Skrupel enteignet werden.

 

Workshop und Vortrag von Max Jorge Hinderer Cruz
Vortrag: FR 15.06.2018 | 19:00 Uhr 
Raum: E.01_23 | AdBK München 
Workshop für Studierende: FR 15.06.2018 | 11:00 - 17:00 Uhr 
Ort: Lothringer13_Florida | Lothringer Str. 13
 
Teilnahme am Workshop nach Anmeldung: info@lothringer13florida.org
 
Eine Kooperation zwischen dem Lothringer13_Florida und dem Seminar "Ästhetiken der Revolte" von Maria Muhle sowie dem Seminar "Tropicália - Perspektivwechsel 1968" von Frauke Zabel an der AdBK München.
 

Learning from Pixels

28. / 29.06.2018

Academy of Fine Arts Munich, Alter Sitzungssaal


The German word “Auflösung” refers to both the resolution of an image, the technical term for its assembled constituents - digitally implemented: its amount of pixels - and to dissolution: of sugar in water, of people in laughter or tears, of objects or details merging with the background. The workshop Re/Dissolution aims to investigate this double meaning not as a coincidence but as a real connection between an increasingly greater resolution of an image with its high amount of pixels, promising a sharper image or a visual “higher definition,” and the dissolution in this very process where single pixels become less and less visible as they dissolve into millions of other pixels around them. While “sharpness” brings up an alleged phenomenological indication to see more details of an object and to differentiate it from its surrounding, it also entails a loss of distinction when focusing on the pixels rather than the assembled object.

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Maria Muhle ist von März bis Mai 2018 Fellow an der KollegForschergruppe BildEvidenz. Geschichte und Ästhetik, Freie Universität Berlin 

 

Mimetische Milieus – eine technikästhetische Annäherung

In seinem Text „Mimese und legendäre Psychasthenie“ (1935) widmet sich Roger Caillois Formen exzessiver Nachahmung anhand der Insektenmimese und eröffnet mit dem Begriff der „legendären Psychasthenie“ zugleich eine Fluchtlinie hin auf die psychische Verfasstheit menschlicher Subjekte und ihre Raumpathologien. Entgegen der These, das mimetische Anpassungsverhalten der Insekten an ihre Umwelt sei ein Abwehrmechanismus, zeigt Caillois, dass es sich hierbei keineswegs um eine Artikulation des Selbsterhaltungstriebs, sondern um einen „Trieb zur Selbstaufgabe“ handele. Mimese wird zur Pathologie, insofern sie die Unterscheidung zwischen Organismus und Umgebung zersetzt. Zugleich beschreibt Caillois die morphologische Mimese als eine „echte Photographie […]: eine Skulptur-Photographie oder besser eine Teleplastik“, als eine Art 3D-Print oder volumetrisches Bild avant la lettre. Das Projekt möchte diesen Zusammenhang von (Insekten-)Mimese und Fotografie untersuchen und sich dabei auf einschlägige Caillois-Lektüren – besonders von Rosalind Krauss und Jacques Lacan – beziehen, die im Anschluss an Caillois sowohl den Ästhetik- als auch den Subjektbegriff aufweichen und so Anhaltspunkte geben für die Bestimmung einer Technikästhetik. So ergeben sich hier Anschlüsse für Fragen nach environmentalen Medien genauso wie für die zeitgenössische Rede von „Bildermilieus“ (Joselit), die sich qua Aneignungs- und Anähnlichungsprozessen von Bildern an Bildern ausbilden. Daneben möchte das Projekt auch historischen Allianzen und v.a. Mesallianzen nachgehen, besonders steht hier das (Nicht-)Verhältnis von Caillois zu Benjamin und Adorno im Zentrum, das sich auch hinsichtlich der Frage nach dem Mimesis-Begriff der beiden „Schulen“ (Collège de Sociologie vs. Institut für Sozialforschung) als interessant erweisen kann.