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Die Veranstaltung findet klassenübergreifend und hochschulöffentlich statt. Vortragssprache ist Englisch.

 

Das Buch Full Surrogacy Now der Autorin Sophie Lewis ist ein "ernsthaft radikaler Ruf nach voller Schwangerschaftsgerechtigkeit" (Donna Haraway). Lewis plädiert dafür, Praktiken der Leihmutterschaft zu transformieren und zu erweitern und sieht darin auch die Möglichkeit für neue Vorstellungen von Verwandtschaft und Reproduktionsarbeit, die von der Kleinfamilie weg und zu anderen Formen von Sozialität und geteilter Verantwortung hinführen würden. Kämpfe in der Leihmutterschaftsbranche können laut Sophie Lewis dazu beitragen, den Weg zu alternativen Familienarrangements aufzuzeigen, indem wir mit der Annahme brechen, dass Kinder notwendigerweise zu denen gehören, deren Genetik sie teilen. Dieses erweiterte Konzept der Leihmutterschaft hilft uns zu erkennen und zu affirmieren, dass es immer, wie das Sprichwort sagt, mindestens ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind zu erziehen.

 

Sophie Lewis ist Autorin und Übersetzerin. Unter anderem hat sie Communism for Kids von Bini Adamczak (MIT, 2016), Unterscheiden und Herrschen von Sabine Hark und Paula-Irene Villa (Verso, 2020) sowie A Short History of Feminism von Antje Schrupp (MIT, 2017) übersetzt. Sie ist Mitglied des Kollektivs Out of the Woods und Redakteurin bei Blind Field: A Journal of Cultural Inquiry. Als queere feministische Geografin hat sie sich der Cyborg-Ökologie und dem Antifaschismus verschrieben. Weitere Schriften zu Donna Haraway u.a. wurden in The New York Times, Boston Review, Viewpoint Magazine, Zeichen, Dialoge in Humangeographie, Antipode, Feminismus und Psychologie, Wissenschaft als Kultur, Grenzen, The New Inquiry, Jacobin, Mute and Salvage Quarterly veröffentlicht. 

 

Marina Martinez Mateo vertritt derzeit den Lehrstuhl für Philosophie und Ästhetische Theorie an der Akademie der Bildenden Künste München und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Praktische Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt. Sie hat zu Politik und Ästhetik der Repräsentation, zu Biopolitik und (Neo-)Liberalismus sowie im Bereich der feministischen Philosophie und Critical Philosophy of Race veröffentlicht und arbeitet derzeit an einem Projekt zum Verhältnis von Ökonomie und Familie.

 

Yana Thönnes ist Performance Künstlerin, Regisseurin und Gründugsmitglied der Performance Company THE AGENCY. 2017 und 2018 ist sie Stipendiatin der Saison Foundation Tokyo, erhält 2018 das Arbeitsstipendium der Stadt München und ist 2018 Stipendiatin des Internationalen Forums Theatertreffen Berlin. Im Wintersemester 2017/18 und 2018/19 sowie Sommersemester 2019 hat sie Lehraufträge an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. 2019 inszeniert sie BOYS SPACE an den Münchner Kammerspielen und Take it like a man am FFT Düsseldorf und ist Stipendiatin des Goethe Instituts Bangalore. 

 

Anmeldung und Rückfragen bitte über diese Mail: graefe@adbk.mhn.de

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kolloquiums des Lehrstuhls Philosophie / Ästhetische Theorie der Akademie der Bildenden Künste München sowie in Zusammenarbeit mit dem Seminar ‘Full Surrogacy Now’ von Yana Thönnes (Lehrauftrag der Frauenbeauftragten) statt. 

 

 

 

 

Auflösungserscheinungen - Roger Caillos' Ästhetik der (Un)Sichtbarkeiten

 

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Keynote Lecture von Maria Muhle am 20. November 2020 um 12:30 Uhr, online

 

Im Rahmen von "Ästhetik der Sichtbarkeit" des Berliner Graduierten-Symposiums für moderne und zeitgenössische Kunstgeschichte der FU und HU Berlin vom 20.-21. November 2020.

 

Weitere Informationen unter

https://www.geschkult.fu-berlin.de/e/khi/institut/aktuelles/debryun.html

Onlinevortrag von Maria Muhle am 12.11.2020 um 19 Uhr

 

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Das Graduiertenkolleg Medienanthropologie (GRAMA) veranstaltet im Wintersemester 2020/21 eine Online-Vortragsreihe, die Einblick in die medienanthropologische Forschung am Kolleg gibt.

 

Medienanthropologie untersucht die Medialität, Medienbedingtheit und Medienverfasstheit menschlicher Daseinsvollzüge. Statt nach einer einheitlichen menschlichen Natur zu fragen, die erst durch additiv hinzutretende Technikbedingungen verändert wird, rückt das Spektrum existenzbildender Operationen der Verschränkung von Medien-und-Menschen in den Fokus. An vier Abenden präsentieren am Kolleg beteiligte Wissenschaftler*innen Auszüge aus aktuellen Forschungsprojekten. Die Vorträge widmen sich dabei so unterschiedlichen anthropomedialen Existenzweisen wie dem Walfänger und dem Clown, erläutern die Anthropologie von Dioramen und erschließen das Milieu als medienanthropologischen Grundbegriff.

 

12.11.2020 | 19 Uhr | Online
Maria Muhle: Versuchung durchs Milieu: Medienanthropologische Angleichungen zwischen Ästhetik und Lebenswissenschaften

26.11.2020 | 19 Uhr | Online
Bernhard Siegert: Ishmaels Bildkritik. Zur anthropomedialen Existenzweise eines einbeinigen Walfängers

10.12.2020 | 19 Uhr | Online
Eva Krivanec: »Akrobat schööön!« Zur Geschichte und Ästhetik des modernen Clowns
14.01.2020 | 19 Uhr | Online
Lorenz Engell: El Tubo. Ein seltsames Diorama und seine Anthropologie

 

https://www.uni-weimar.de/de/medien/institute/grama/vortragsreihe/

 

Diskussion mit Anja Röcke (Berlin) und Greta Wagner (Darmstadt), Freitag, 26. Juni 2020, 16.30 Uhr, Online

 

im Rahmen des Seminars Gesellschaft in Überforderung von Anne Gräfe findet am 26.06.2020 um 16.30 Uhr eine Online-Diskussion mit den Soziologinnen Dr. Anja Röcke (HU Berlin) und Dr. Greta Wagner (TU Darmstadt) zur Frage nach 'Selbstoptimierung als Einbahnstraße einer Gesellschaft in Überforderung?' statt.

Die Zugangsdaten für den Online-Raum werden nach kurzer Anmeldung per E-Mail an graefe@adbk.mhn.de versendet.

 

Dr. Greta Wagner ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der TU Darmstadt. Zuvor arbeitete sie von 2017-2019 am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in Frankfurt am Main und forschte am Institute for Advanced Study in Princeton. 2017 veröffentlichte sie Selbstoptimierung. Praxis und Kritik von Neuroenhancement im Campus Verlag, 2013 erschien Leistung und Erschöpfung. Burnout in der Wettbewerbsgesellschaft in der edition Suhrkamp, das sie mitherausgegeben hat.

 

Dr. Anja Röcke ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Habilitationsschrift erscheint 2021 bei Suhrkamp stv unter dem Titel Soziologie der Selbstoptimierung. Ihre Promotion schrieb sie am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, erschienen 2014 bei Palgrave Macmillan unter dem Titel Framing Citizen Participation. Participatory Budgeting in France, Germany and the United Kingdom. Gemeinsam mit Hans-Peter Müller ist sie Herausgeberin der Reihe Wirtschaft, Gesellschaft und Lebensführung bei Beltz Juventa.

 

Die Veranstaltung findet klassenübergreifend und hochschulöffentlich statt.

 

 

Roger Caillois und sein Milieu - Ästhetik, Politik, Psychoanalyse

Workshop des Teilprojekts Mimetische Existenzweisen, DFG-Forschungsgruppe (1867/2) Medien und Mimesis

Termin: --ACHTUNG!-- Aus aktuellem Anlass wird der Workshop verschoben und findet voraussichtlich im Herbst statt
Ort: wird bekanntgegeben

 

Mitte der 1930er Jahre veröffentlicht Roger Caillois seine ersten wichtigen Arbeiten – „Die Gottesanbeterin“ (1934) und „Mimese und legendäre Psychasthenie“ (1935) – im surrealistischen Magazine Minotaure. 1934 schreibt er jedoch auch einen offenen Brief an dessen Chefredakteur, André Breton, in dem er sich aufgrund der sogenannten „querelle des haricots sauteurs“ vom bretonschen Surrealismus ab- und sich stattdessen einem neuen Rationalis- mus inspiriert von Gaston Bachelards „Surrationalismus“ zuwendet. Einige Jahre später, 1937, gründete er zusammen mit Georges Bataille und Michel Leiris in Paris das Collège de Sociologie, dessen Lehr- und Vortragsbetrieb jedoch nur bis 1939 aufrecht erhalten werden kann. Daraufhin begibt er sich auf Einladung von Victoria Ocampo nach Argentinien, wo er von der deutschen Besetzung Frankreichs überrascht wird und sich gezwungen sieht, den zweiten Weltkrieg im Exil zu verbringen.

Der Workshop „Roger Caillois und sein Milieu – Psychoanalyse, Ästhetik, Politik“ widmet sich dieser frühen Periode der Arbeiten Caillois‘ und besonders dem hier entwickelten Begriff der Mimese und seiner ästhetischen, lebenswissenschaftlichen und politischen Bedeutung sowie seinem Einfluss auf die Arbeiten anderer Theoretiker.

Things Beside Themselves: Mimetic Existences

The concluding conference of the DFG /
SNF research group ‘Media and Mimesis’

 

Termin: 3rd – 5th February 2020

Ort: Salon IKKM , Cranachstraße 47, Weimar

 

From the perspective of industrialised, Western societies of discipline and control, to be ‘beside oneself’ denotes at best a religious, and at worst a pathological state of subjective exception. Through intoxication, possession, or various affects, the subject here enters an alternative state (of being) in which he or she assumes the identity of something else or becomes simply non-identical. To be beside oneself is then a key indicator of an excessive form of mimesis, which in the dispositif of modern Western ontologies is experienced as a loss of self – a loss that is regulated and subjected to therapy.
In contrast to such normalising classifications, mimetic practices in a wide range of media cultures show that being beside oneself represents a mode of existence of mimetic artefacts and mimetic subjectivation. This excessive mimetic mode of existence allows us to conceive the historical and ontogenetic being of things as a transformative intermediate being. Mimesis can thus be understood as a trans-subjective, intermedial praxis that is tied to particular materials and techniques and emerges through hybrid operational chains.

Yala Juchmann, "Horizontal Lines", b/w-slides, 2015
A gathering of the academy in-between
Datum: Do | 03.10.2019
Di | 08.10.2019
Ort: PAF – Performing Arts Forum, 15 rue Haute, 02820 St. Erme-Outre-et-Ramecourt (F)

A gathering of the academy in-between: an exchange format open for many different approaches but focusing towards further deepening. In between theory and practice, inside and outside, different disciplines and non-disciplines. We want to focus on dissolving and invite you to bring ideas, practices and questions.

With input by Dana Bönisch, Yala Juchmann, Daniela Stöppel, Nisaar Ulama.

Ontologien des Politischen
Konferenz
Eröffnung: Mi | 25.09.2019 | 19:30 Uhr
Datum: Mi | 25.09.2019
Fr | 27.09.2019
Ort: ICI Berlin –Institute for Cultural Inquiry, Christinenstraße 18-19, Haus 8, 10119 Berlin; Seminarzentrum der FU Berlin(Raum L115), „Silberlaube“ (Erdgeschoß), Otto-von-Simon-Straße 26, 14195 Berlin

Vortrag von Maria Muhle: „Ontologische Wende“ des Politischen? Rancières Unbehagen

Freitag, 27.09.2019, 9:30–10:15
Seminarzentrum der FU Berlin

PDF Konferenzprogramm

 

Miriam Cahn, o.T., 2017, Öl auf Holz, 95 x 80 cm
Abendvortrag von Kerstin Thomas (Universität Stuttgart)
Datum & Uhrzeit: Mi | 29.05.2019 | 18:00 Uhr
Ort: Akademie der Bildenden Künste München, Akademiestr. 2-4
Raum: Neubau, E.O1.23.

Kerstin Thomas ist Professorin für Kunstgeschichte der Moderene am Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen u.a. die kunstgeschichtliche Emotionsforschung, Form- und Ausdruckskonzepte in Kunst, Wissenschaft und Ästhetik der Moderne und die Wissenschaftsgeschichte der Moderne. Sie ist Mitglied der Emmy Noether-Nachwuchsgruppe „Form und Emotion“ und arbeitet zur Zeit an einem Handbuch der Emotionsbegriffe im französischen Kunstdiskurs des 19. Jahrhunderts.

The concluding conference of the DFG / SNF research group ‘Media and Mimesis’ 3rd – 5th February 2020

 

Deadline for submissions: 30th June 2019

Location: Weimar

 

From the perspective of industrialised, Western societies of discipline and control, to be ‘beside oneself’ denotes at best a religious, and at worst a pathological state of subjective exception. Through intoxication, possession, or various affects, the subject here enters an alternative state (of being) in which he or she assumes the identity of something else or becomes simply non-identical. To be beside oneself is then a key indicator of an excessive form of mimesis, which in the dispositif of modern Western ontologies is experienced as a loss of self – a loss that is regulated and subjected to therapy.

 

In contrast to such normalising classifications, mimetic practices in a wide range of media cultures show that being beside oneself represents a mode of existence of mimetic artefacts and mimetic subjectivation. This excessive mimetic mode of existence allows us to conceive the historical and ontogenetic being of things as a transformative intermediate being. Mimesis can thus be understood as a trans-subjective, intermedial praxis that is tied to particular materials and techniques and emerges through hybrid operational chains.