Auflösungserscheinungen - Roger Caillos' Ästhetik der (Un)Sichtbarkeiten

 

Bildschirmfoto_2020-11-13_um_06.51.49.png

Keynote Lecture von Maria Muhle am 20. November 2020 um 12:30 Uhr, online

 

Im Rahmen von "Ästhetik der Sichtbarkeit" des Berliner Graduierten-Symposiums für moderne und zeitgenössische Kunstgeschichte der FU und HU Berlin vom 20.-21. November 2020.

 

Weitere Informationen unter

https://www.geschkult.fu-berlin.de/e/khi/institut/aktuelles/debryun.html

Onlinevortrag von Maria Muhle am 12.11.2020 um 19 Uhr

 

201027_GRM_banner_v02.jpeg

Das Graduiertenkolleg Medienanthropologie (GRAMA) veranstaltet im Wintersemester 2020/21 eine Online-Vortragsreihe, die Einblick in die medienanthropologische Forschung am Kolleg gibt.

 

Medienanthropologie untersucht die Medialität, Medienbedingtheit und Medienverfasstheit menschlicher Daseinsvollzüge. Statt nach einer einheitlichen menschlichen Natur zu fragen, die erst durch additiv hinzutretende Technikbedingungen verändert wird, rückt das Spektrum existenzbildender Operationen der Verschränkung von Medien-und-Menschen in den Fokus. An vier Abenden präsentieren am Kolleg beteiligte Wissenschaftler*innen Auszüge aus aktuellen Forschungsprojekten. Die Vorträge widmen sich dabei so unterschiedlichen anthropomedialen Existenzweisen wie dem Walfänger und dem Clown, erläutern die Anthropologie von Dioramen und erschließen das Milieu als medienanthropologischen Grundbegriff.

 

12.11.2020 | 19 Uhr | Online
Maria Muhle: Versuchung durchs Milieu: Medienanthropologische Angleichungen zwischen Ästhetik und Lebenswissenschaften

26.11.2020 | 19 Uhr | Online
Bernhard Siegert: Ishmaels Bildkritik. Zur anthropomedialen Existenzweise eines einbeinigen Walfängers

10.12.2020 | 19 Uhr | Online
Eva Krivanec: »Akrobat schööön!« Zur Geschichte und Ästhetik des modernen Clowns
14.01.2020 | 19 Uhr | Online
Lorenz Engell: El Tubo. Ein seltsames Diorama und seine Anthropologie

 

https://www.uni-weimar.de/de/medien/institute/grama/vortragsreihe/

 

Diskussion mit Anja Röcke (Berlin) und Greta Wagner (Darmstadt), Freitag, 26. Juni 2020, 16.30 Uhr, Online

 

im Rahmen des Seminars Gesellschaft in Überforderung von Anne Gräfe findet am 26.06.2020 um 16.30 Uhr eine Online-Diskussion mit den Soziologinnen Dr. Anja Röcke (HU Berlin) und Dr. Greta Wagner (TU Darmstadt) zur Frage nach 'Selbstoptimierung als Einbahnstraße einer Gesellschaft in Überforderung?' statt.

Die Zugangsdaten für den Online-Raum werden nach kurzer Anmeldung per E-Mail an graefe@adbk.mhn.de versendet.

 

Dr. Greta Wagner ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der TU Darmstadt. Zuvor arbeitete sie von 2017-2019 am Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" in Frankfurt am Main und forschte am Institute for Advanced Study in Princeton. 2017 veröffentlichte sie Selbstoptimierung. Praxis und Kritik von Neuroenhancement im Campus Verlag, 2013 erschien Leistung und Erschöpfung. Burnout in der Wettbewerbsgesellschaft in der edition Suhrkamp, das sie mitherausgegeben hat.

 

Dr. Anja Röcke ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Habilitationsschrift erscheint 2021 bei Suhrkamp stv unter dem Titel Soziologie der Selbstoptimierung. Ihre Promotion schrieb sie am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, erschienen 2014 bei Palgrave Macmillan unter dem Titel Framing Citizen Participation. Participatory Budgeting in France, Germany and the United Kingdom. Gemeinsam mit Hans-Peter Müller ist sie Herausgeberin der Reihe Wirtschaft, Gesellschaft und Lebensführung bei Beltz Juventa.

 

Die Veranstaltung findet klassenübergreifend und hochschulöffentlich statt.

 

 

Roger Caillois und sein Milieu - Ästhetik, Politik, Psychoanalyse

Workshop des Teilprojekts Mimetische Existenzweisen, DFG-Forschungsgruppe (1867/2) Medien und Mimesis

Termin: --ACHTUNG!-- Aus aktuellem Anlass wird der Workshop verschoben und findet voraussichtlich im Herbst statt
Ort: wird bekanntgegeben

 

Mitte der 1930er Jahre veröffentlicht Roger Caillois seine ersten wichtigen Arbeiten – „Die Gottesanbeterin“ (1934) und „Mimese und legendäre Psychasthenie“ (1935) – im surrealistischen Magazine Minotaure. 1934 schreibt er jedoch auch einen offenen Brief an dessen Chefredakteur, André Breton, in dem er sich aufgrund der sogenannten „querelle des haricots sauteurs“ vom bretonschen Surrealismus ab- und sich stattdessen einem neuen Rationalis- mus inspiriert von Gaston Bachelards „Surrationalismus“ zuwendet. Einige Jahre später, 1937, gründete er zusammen mit Georges Bataille und Michel Leiris in Paris das Collège de Sociologie, dessen Lehr- und Vortragsbetrieb jedoch nur bis 1939 aufrecht erhalten werden kann. Daraufhin begibt er sich auf Einladung von Victoria Ocampo nach Argentinien, wo er von der deutschen Besetzung Frankreichs überrascht wird und sich gezwungen sieht, den zweiten Weltkrieg im Exil zu verbringen.

Der Workshop „Roger Caillois und sein Milieu – Psychoanalyse, Ästhetik, Politik“ widmet sich dieser frühen Periode der Arbeiten Caillois‘ und besonders dem hier entwickelten Begriff der Mimese und seiner ästhetischen, lebenswissenschaftlichen und politischen Bedeutung sowie seinem Einfluss auf die Arbeiten anderer Theoretiker.

Things Beside Themselves: Mimetic Existences

The concluding conference of the DFG /
SNF research group ‘Media and Mimesis’

 

Termin: 3rd – 5th February 2020

Ort: Salon IKKM , Cranachstraße 47, Weimar

 

From the perspective of industrialised, Western societies of discipline and control, to be ‘beside oneself’ denotes at best a religious, and at worst a pathological state of subjective exception. Through intoxication, possession, or various affects, the subject here enters an alternative state (of being) in which he or she assumes the identity of something else or becomes simply non-identical. To be beside oneself is then a key indicator of an excessive form of mimesis, which in the dispositif of modern Western ontologies is experienced as a loss of self – a loss that is regulated and subjected to therapy.
In contrast to such normalising classifications, mimetic practices in a wide range of media cultures show that being beside oneself represents a mode of existence of mimetic artefacts and mimetic subjectivation. This excessive mimetic mode of existence allows us to conceive the historical and ontogenetic being of things as a transformative intermediate being. Mimesis can thus be understood as a trans-subjective, intermedial praxis that is tied to particular materials and techniques and emerges through hybrid operational chains.

Yala Juchmann, "Horizontal Lines", b/w-slides, 2015
A gathering of the academy in-between
Datum: Do | 03.10.2019
Di | 08.10.2019
Ort: PAF – Performing Arts Forum, 15 rue Haute, 02820 St. Erme-Outre-et-Ramecourt (F)

A gathering of the academy in-between: an exchange format open for many different approaches but focusing towards further deepening. In between theory and practice, inside and outside, different disciplines and non-disciplines. We want to focus on dissolving and invite you to bring ideas, practices and questions.

With input by Dana Bönisch, Yala Juchmann, Daniela Stöppel, Nisaar Ulama.

Ontologien des Politischen
Konferenz
Eröffnung: Mi | 25.09.2019 | 19:30 Uhr
Datum: Mi | 25.09.2019
Fr | 27.09.2019
Ort: ICI Berlin –Institute for Cultural Inquiry, Christinenstraße 18-19, Haus 8, 10119 Berlin; Seminarzentrum der FU Berlin(Raum L115), „Silberlaube“ (Erdgeschoß), Otto-von-Simon-Straße 26, 14195 Berlin

Vortrag von Maria Muhle: „Ontologische Wende“ des Politischen? Rancières Unbehagen

Freitag, 27.09.2019, 9:30–10:15
Seminarzentrum der FU Berlin

PDF Konferenzprogramm

 

Miriam Cahn, o.T., 2017, Öl auf Holz, 95 x 80 cm
Abendvortrag von Kerstin Thomas (Universität Stuttgart)
Datum & Uhrzeit: Mi | 29.05.2019 | 18:00 Uhr
Ort: Akademie der Bildenden Künste München, Akademiestr. 2-4
Raum: Neubau, E.O1.23.

Kerstin Thomas ist Professorin für Kunstgeschichte der Moderene am Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen u.a. die kunstgeschichtliche Emotionsforschung, Form- und Ausdruckskonzepte in Kunst, Wissenschaft und Ästhetik der Moderne und die Wissenschaftsgeschichte der Moderne. Sie ist Mitglied der Emmy Noether-Nachwuchsgruppe „Form und Emotion“ und arbeitet zur Zeit an einem Handbuch der Emotionsbegriffe im französischen Kunstdiskurs des 19. Jahrhunderts.

The concluding conference of the DFG / SNF research group ‘Media and Mimesis’ 3rd – 5th February 2020

 

Deadline for submissions: 30th June 2019

Location: Weimar

 

From the perspective of industrialised, Western societies of discipline and control, to be ‘beside oneself’ denotes at best a religious, and at worst a pathological state of subjective exception. Through intoxication, possession, or various affects, the subject here enters an alternative state (of being) in which he or she assumes the identity of something else or becomes simply non-identical. To be beside oneself is then a key indicator of an excessive form of mimesis, which in the dispositif of modern Western ontologies is experienced as a loss of self – a loss that is regulated and subjected to therapy.

 

In contrast to such normalising classifications, mimetic practices in a wide range of media cultures show that being beside oneself represents a mode of existence of mimetic artefacts and mimetic subjectivation. This excessive mimetic mode of existence allows us to conceive the historical and ontogenetic being of things as a transformative intermediate being. Mimesis can thus be understood as a trans-subjective, intermedial praxis that is tied to particular materials and techniques and emerges through hybrid operational chains.

Der Kosmos, aus der Gefängniszelle heraus betrachtet (D.A.F. Marquis de Sade, Auguste Blanqui)

Vortrag von Dr. Alexandra Heimes (Berlin)

 

Termin: Do., 07.02., 18:30

Ort: Raum U 104 B, Schellingstr. 3, LMU

 

Dr. Alexandra Heimes ist Literaturwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin mit dem Projekt „Interferenzen von Technizität, Theorie und literarischer Form seit den 1950er Jahren“. Sie arbeitet u.a. zur kosmologischen Spekulation, Literatur und (Nicht)Wissen und dem Lebensbegriff. Ihre jüngeren Aufsätze hat sie zu „Revolution in Permanenz. Auguste Blanquis Ewigkeit durch die Sterne“ (in: Reto Rössler/Tim Sparenberg/Philipp Weber (Hg.): Kosmos & Kontingenz. Paderborn: Fink 2016) und „Zufall, Schicksal“ (in: Kerstin Andermann/Christoph Jamme (Hg.): 10 Minuten Philosophie. Paderborn: Fink 2017) veröffentlicht.