Prof. Dr. Maria Muhle | muhle@adbk.mhn.de

Prof. Sandra Schäfer | schaefer@adbk.mhn.de

Jasmin Matzakow | matzakow@adbk.mhn.de 

 

oder: frauenbeauftragte@adbk.mhn.de

 

Studentische Hilfskraft: Eva Burkhardt

 

 

Zentrale Aufgabe der Frauenbeauftragten ist die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Durchsetzung von Diversität in den hochschulpolitischen Gremien sowie in allen Bereichen der Lehre und der Verwaltung der Akademie. Die Frauenbeauftragten sind Anlaufstelle für Studierende, die sich aufgrund von Herkunft, Klasse, Geschlecht, Identität, Alter oder sexuellem Begehren diskriminiert sehen. Entsprechend des Bayrischen Hochschulgesetzes und der selbstverpflichtenden Richtlinie der Akademie der Bildenden Künste München gegen sexuelle Diskriminierung und Gewalt an der Akademie (siehe Anhang), stehen die Frauenbeauftragten den Studierenden und Mitarbeiter*innen beratend und unterstützend in Fällen der sexuellen und verbalen Diskriminierung von und Gewalt gegen Frauen an der Akademie zur Seite. Auch bei Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Studium stehen wir gerne zur Verfügung.

 


 

Lehrauftrag der Frauenbeauftragten:

Zum ersten Mal wird im Sommerseemster 2020 der Lehrauftrag der Frauenbeauftragten an Yana Eva Thönnes vergeben. Das Seminar “Full Surrogacy Now” ist aufgrund der coronabedingten Einschränkungen auf das Wintersemester 2020 verschoben worden.

 

"Full Surrogacy Now" (Blockseminar)

"Where pregnancy is concerned, let every pregnancy be for everyone. Let us overthrow, in short, the family." Schwangerschaft ist immer noch ein ungelöstes Problem. Das Seminar “Full Surrogacy Now” wird sich mit dem Mythos Mutterschaft beschäftigen, indem es eine Gegenfigur analysiert: Die Leihmutter. Anhand der Lektüre von “Full Surrogacy Now - Feminism Against Family” von Sophie Lewis werden wir verschiedene Themen rund um das Phänomen Leihmutterschaft beleuchten: Surrogacy (von lat surrogare: ersetzen) interessiert uns zunächst als Phänomen der bezahlten Reproduktionsarbeit, welche in neoliberale Machtgefälle entlang von Gender, Klasse, Race und Kaste verstrickt ist.

In der Untersuchung der Mechanismen, die reproduktive globale Ungleichheiten hervorbringen, werden wir den Markt rund um den “Traum vom genetisch verwandten Kind” sondieren: Fallstudien von indischen sogenannten Baby-Farmen und die globalen Wege von Eizellen, Spermien, den sogenannten commissioning parents und Leihmüttern dienen uns als Grundlage, um das ökonomische Feld zu verstehen. Schließlich fokussieren wir uns auf die Arbeit der Leihmütter selbst, die sich zwischen Affektkontrolle, emotionalem Management, ständiger Verfügbarkeit und Stigmatisierung abspielt.

Im zweiten Teil des Seminars soll der Mythos Mutterschaft als Darstellungsthema der jüngeren Kunstgeschichte sowie zeitgenössischer Positionen beleuchtet werden. Abschließend gilt es  zu diskutieren, wie Leihmutterschaft als theoretische Figur und als Praxis ihr queeres Potential entfalten und patriarchale, kapitalistische Konstruktionen von Familie auf den Kopf stellen kann - und nicht zuletzt, wie wir als junge Künstler*innen mit der Frage von Elternschaft persönlich konfrontiert sind.

 

Termine: Fr 27.11., 14.00-17.00 Uhr, Fr 04.12., 10.00-17.00 Uhr, Sa 05.12., 10.00-17.00 Uhr

Der Raum wird zeitnah bekanntgegeben.  

Um Anmeldung wird gebeten per Studierendenportal und Mail an: yanaevathoennes[at]gmail.com

Studierden der Freien Kunst können in diesem Seminar den Schein FK-T2 erhalten.  

 

Der Lehrauftrag wird im Herbst 2020 für das Sommersemester 2021 erneut ausgeschrieben. Informationen dazu in Kürze hier. 

 


 

Projekte und Anliegen:

Darüber hinaus haben wir folgende Maßnahmen zur Intensivierung und Öffnung der Arbeit der Frauenbeauftragten und zur besseren Integration in das tägliche Leben an der Akademie geplant:

In der Bibliothek wurde ein Handapparat eingerichtet, in dem relevante Literatur und wichtige Neuerscheinungen gesammelt und den Studierenden und Lehrenden zur Verfügung gestellt werden. 

Weiterhin werden die Frauenbeauftragten in unregelmäßiger Folge eine Ringvorlesung organisieren, die relevante Positionen aus Praxis und Theorie vereint und Vorträge, Workshops, praktische Übungen, Filmscreenings etc. umfasst. Diese Ringvorlesung richtet sich an alle Studierenden und Lehrenden der Akademie und startet aufgrund der derzeitigen Situation verspätet im Sommersemester 2021.

Ein weiteres Anliegen der Frauenbeauftragten ist die Durchsetzung geschlechtersensibler Sprache an der Akademie der Bildenden Künste München sowohl in offiziellen Schreiben, Ankündigungen, Publikationen, Flyern, Plakaten etc., wie auch in der Lehre. Die Akademie verwendet die gegenderte Schreibweise mit Sternchen (*).

 


 

Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen:

Der Arbeitskreis hat im Sommersemester 2019 seine Arbeit aufgenommen. Es ist ein offener Zusammenschluss von Student*innen und Mitarbeiter*innen aller Bereiche der AdBK. Bei regelmäßigen Treffen werden Themen wie Gleichbehandlung, Antidiskriminierung und Dekolonisierung an der AdBK München verhandelt. Ziel ist es, diese stärker ins Bewusstsein zu rufen und einen Rahmen für Austausch zu schaffen. Dabei stehen die institutionellen Gegebenheiten innerhalb der Akademie zur Diskussion, als auch die Vernetzung mit ähnlichen Initiativen in München und darüber hinaus. Termine von Gastvorträgen und Workshops werden noch bekanntgegeben.

Kontakt: ak-gleichbehandlungsfragen@adbk.de

 


 
Förderprogramme und Stipendien für Frauen

 

Der Antrag auf Förderung nach dem Programm zur Realisierung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre wird hier publiziert. Der nächste Bewerbungstermin ist der 18. Januar 2021. 

 

Am 14.12.2020 findet eine Infoveranstaltung statt, um Anmeldung per Mail wird gebeten. Der Raum wird zeitnah bekanntgegeben. 

 

Der Antrag auf Förderung nach dem Programm zur Realisierung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre richtet sich an besonders begabte Frauen, die eine künstlerisch-wissenschaftliche Hochschullaufbahn anstreben. Die Bewerberin muss ihr Studium erfolgreich abgeschlossen und ihren Wohnsitz in Bayern gemeldet haben oder nachweisen können, dass ihr Lebensmittelpunkt eindeutig in Bayern liegt.  

 

Bitte finden Sie weitere Informationen zur Förderung unter Stipendien.

 


 

Die Aufgaben der Frauenbeauftragten sind im Gesetz definiert:

„Die Frauenbeauftragten achten auf die Vermeidung von Nachteilen für Wissenschaftlerinnen, weibliche Lehrpersonen und Studierende; sie unterstützen die Hochschule in der Wahrnehmung ihrer Aufgabe der tatsächlichen Durchsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern." (BayHschG, Art. 4, Abs. 2, Satz 1)

 

Selbstverpflichtende Richtlinie der Akademie der Bildenden Künste:

 

Weitere Informationen: 

Das Amt der Frauenbeauftragten an der Akademie der Bildenden Künste München gibt es seit 1989. Weitere Informationen finden Sie in der Publikation der Frauenbeauftragten und des Archivs:

Erste Frauen in der Lehre. Akademie der Bildenden Künste München/ Kunstgewerbeschule München. Zur Entwicklung des Frauenanteils in der Lehre 1808-2014