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Klasse Gregor Schneider „Doublings"
Vernissage: Mittwoch, 12.12.12, 19 Uhr
Ausstellung: 13.12.12 – 7.1.13
Öffnungszeiten: Do-Sa 14-19 Uhr

Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin

Mit der Ausstellung „Doublings" wird die KUNSTHALLE am Hamburger Platz der Kunsthochschule
Berlin Weißensee wieder eröffnet. Gezeigt werden Arbeiten der Studierenden von Gregor Schneider,
Universität der Künste Berlin und Akademie der Bildenden Künste München:

Helin Alas (DE) I Tully Arnot (AU) I Maximilian Bayer (DE) I Niklas Binzberger (DE) I Vajiko Chachkhiani (GE)
Su Hwan Choi (KR) I Aliénor Dauchez (FR) I Stefan Ewald (DE) I Vincent Faciu (RO) I Lonny Fechner (DK/DE)
Doris Feil (DE) I Nils Benedikt Fischer (DE) I Barbara Gabaily ( PL) I Susi Gelb (DE) I Lea Gilloire (FR)
Rafael Ibarra (MX) I John & Amischa (AT/DE) I Chi-Shin Kim (ROK) I David Leo Kröll (DE) I Liliakovka (KG/DE)
Keto Logua (GE) I Christoph Medicus (DE) I Julika Meyer (DE) I Nele Müller (DE) I Camilla Nicklaus-Maurer (DE)
Monica Nunes (PT) I Minyoung Paik (ROK) I Katrin Petroschkat (DE) I Tamara Pridonischvili (GE)
Alessandro Rauschmann (DE/IT) I Lenka Richterova (CZ) I Michael Roggon (DE) I Gonseok Ryu (KR)
Diana Sirianni (IT) I Sebastian Storz (DE) I Jessica Steward (AU) I Juliane Tübke (DE) I Luca Vanello (IT)

„Jeder kennt das vielleicht in seiner künstlerischen Praxis.
Man hat eine Arbeit gemacht, man schaut sich diese Arbeit an und man beginnt die Arbeit erneut ein zweites
Mal, da einem die Arbeit nicht gelungen erschien, man noch Änderungen vornehmen möchte oder die erste
Arbeit Anlass für eine Serie ist. Es mag die unterschiedlichsten Beweggründe haben, weshalb eine Skulptur oder
ein Bild gleich darauf ein zweites Mal wiederholt hergestellt wird.
Auch denjenigen, die diese Praxis aus ihrer Arbeit bisher nicht kennen gelernt haben, erscheint mir diese Arbeitsweise
hilfreich. Die spontan und intuitiv zuerst gemachte Arbeit wird beim zweiten Anlauf geplant, überdacht
und bewusst nachgemacht.
Zwischen diesen beiden Herangehensweisen, dem wenn man so will „Original", dem spontanen und intuitiven
ersten Entwurf, und der, wenn man so will, „Kopie", der zweiten geplanten und überdachten Wiederholung, ist
für mich die Differenz bzw. die Gemeinsamkeit bemerkenswert.
Die Fachpraxis der Wiederholung ist somit für mich ein sehr gutes Training einen bestimmten Arbeitsentwurf zu
überprüfen oder sogar zu verbessern. Zumindest jedoch eine Bewusstmachung des ursprünglichen Getanen.
Die Doppelung stellt jede Einzigartigkeit in Frage und damit auch unsere Orientierung und unser Gefühl von
Unwiederbringlichkeit und Geborgenheit. Es scheint, als sei nichts einmalig, nichts mit sich selbst identisch.
Was ist ein wahres Original und was spiegelt diesen Zustand nur wider? Welchen Stellenwert sollte ein solches
haben? Angewendet auf das alltägliche Leben kann man diese Frage umformulieren: Wem ist zu trauen? Welche
Sicherheit gibt es? Hat alles eine Kehrseite?
Bei der Ausstellung soll also die Wiederholung einer getaner Arbeit im Mittelpunkt stehen. Ich habe dieses
Thema auch ausgesucht, da es einen größtmöglichen Freiraum innerhalb der eigenen künstlerischen Produktion
offen lässt. Die Wiederholung einer Arbeit kann sich auf eine „Performance", eine Skulptur, eine Malerei oder auf
einen gebauten Raum beziehen. [...]"
Gregor Schneider
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