Bildet Banden! Radikal-queerer Widerstand und komplizierte Kollektive
Datum & Uhrzeit: 2019-05-21 19:00
Ort: Auditorium | Neubau der Akademie

 

 

Film von Lasse Långström: Folkbildningsterror, (Schweden 2014, 120 Min)


Anarchie-Aktivismus trifft auf Selbstironie. Folkbildningsterror ist ein queeres DIY-Punk-Musical, kämpferisch und wütend, wie zärtlich und ironisch. Innerhalb von drei Jahren ist den Göteborg Förenade Musikalaktivister eine pointierte und äußerst unterhaltsame Kollektivarbeit gelungen, die singend und tanzend an den bestehenden Verhältnissen rüttelt. Der Film ist eine knallbunte Kampfansage an Fahrkartenkontrollen, die Homoehe, Staatsgewalt, Arbeitsämter und die Gefangenschaft von Tieren sowie die Pathologisierung und Diskriminierung von Trans*personen. Eine stetig wachsende Gruppe versteht sich darin als queer-feministisch, antikapitalistisch und linksautonom. Mit selbstgemachten Songs und Choreografien und der Hilfe einer dänischen Terrorzelle ziehen sie singend und tanzend in den bewaffneten Kampf, nach dem Prinzip „Glitter and Guns!”.

CONTENT WARNING
Der Film Folkbildningsterror enthält Darstellungen von Pornografie.




FEMINIST INVASION

Filme | Gespräche | Vorträge

Akademie der Bildenden Künste München

Akademiestraße 4, Neubau, Auditorium

Dienstags, 19 Uhr

Bring Your Own Bottle!

 

Im Fokus von FEMINIST INVASION stehen eingeladene Künstler*innen, Autor*innen, Filmemacher*innen, Kurator*innen, Wissenschaftler*innen und Filme, die auf verschiedene Weise feministische Themen behandeln. Die Veranstaltungen nähern sich feministischen Praktiken, die den Prozess von Gleichberechtigung vorantreiben, analysieren, problematisieren und begleiten. Feministische Strategien werden in den letzten Jahren in vielen Bereichen, wie Queertheorie, Intersektionalität, #Metoo oder Netzfeminismus erweitert. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts in Deutschland und der gleichzeitigen Zulassung der ersten Studentinnen an Kunsthochschulen im deutschsprachigen Raum, widmet sich die Reihe gegenwärtig relevanten Feminismen der Künste, die sich auch auf bereits erkämpfte Methoden und Entwicklungen beziehen.

 

Kunstakademien bestechen noch immer durch eingerostete, hierarchische und patriarchale Strukturen. Wir möchten an der Akademie der Bildenden Künste München einen Raum für Diskussion und Vernetzung eröffnen, in dem sich alle interessierten Menschen mit den vorgestellten Positionen auseinandersetzen können. Dazu gehört auch, dass im Rahmen von FEMINIST INVASION und darüber hinaus keine Form von sexistischem, homophobem, rassistischem oder sonst wie diskriminierendem Verhalten toleriert wird.

 

Mit: Alexandra Bircken, Kathrin Ebmeier, Merle Groneweg, Caroline A. Kapp, Natasha A. Kelly, Petra Lange-Berndt, Lasse Långström, Enis Maci, Cornelia Sollfrank, u.a.

Organisiert von Sarah Sigmund & Samira Yildirim


Weitere Termine:

28.05. Die schönen Kriegerinnen. Technofeministische Praxis im 21. Jahrhundert: Vortrag von Cornelia Sollfrank

11.06. XPOSED – Queere Kurzfilme: Filmvorführung und Gespräch mit Merle Groneweg

18.06. Colors of Feminism: Gespräch, Vortrag und Film mit und von Natasha A. Kelly: Millis Erwachen (Deutschland 2018, 45 Minuten)

25.06. Feministischer Filmabend

02.07. Feministischer Filmabend mit Alexandra Bircken



Vorangegangene Termine:

Feministischer Filmabend


Enis Maci


Enis Maci, geboren 1993 in Gelsenkirchen, hat Literarisches Schreiben in Leipzig und Kultursoziologie in London studiert. Ihre pointierten, detailverliebten Essays sind vielschichtige Analysen unserer Gesellschaft, ihrer Geschichte und Rollen von Frauen. Der bei Suhrkamp erschienene Essayband Eiscafé Europa ist witzig, scharfsinnig, politisch und kreist um Macis albanische Familie, Wikipedia, die „Neue Neue Rechte“, um das Schreiben und Archivieren. Für ihr Stück Mitwisser, das am Schauspielhaus Wien uraufgeführt wurde, ist sie 2018 von Theater heute zur Nachwuchsautorin des Jahres gewählt worden. In der Spielzeit 2018/19 ist Maci Hausautorin am Nationaltheater Mannheim.



Walpurgisnacht-Special


Gegenwärtig wird Hexen, sowie entsprechenden magischen oder okkulten Praktiken, eine erneute Aufmerksamkeit innerhalb zeitgenössischer Kunst sowie entsprechender Theoriebildung zuteil. Hexen stellen verstärkt seit der zweiten Frauenbewegung eine zentrale Identifikationsfigur dar; in diesem Kontext sind zahlreiche Auseinandersetzungen mit der Magie des Körpers, Geheimbünden, Hexenmacht, Naturzauber, Allianzen mit dem Tierreich oder magischen Substanzen zu verzeichnen. Jüngst hat die Aktivistin und Philosophin Silvia Federici dieses Forschungsfeld einer Revision unterzogen: Kapitalismus erscheint aus dieser Perspektive als ein mit Zauberei operierendes System, Hexen aller Geschlechter, ihre Darstellungen und Praktiken, können als Protagonist*innen der Revolte und des Widerstandes beschrieben werden. Dieser Vortrag beschäftigt sich mit entsprechenden Darstellungstraditionen anhand der Filme Suspiria aus dem Jahr 1977 sowie dem gleichnamigen Remake von 2018.


Petra Lange-Berndt ist Professorin für moderne und zeitgenössische Kunstgeschichte, Kunstgeschichtliches Seminar, Universität Hamburg.

 

Die Performancekünstlerin Kathrin Ebmeier serviert anschließend die Clittails ihres queerfeministischen Barteams und stellt an der Hexen-Theke ihre feministische, solidarische Bar-Praxis vor.

CONTENT WARNING
Der Film enthält Darstellungen von expliziter Gewalt.

Walpurgisnacht-Special in Kooperation mit der EVE*Bar (Oval Office Bar Bochum). 1 Clittailabend, 1 Vortrag, 2 Filme, 2 Städte: Wir verbinden zur Walpurgisnacht zwei Orte und ihr Publikum miteinander.

 


Im Fokus von FEMINIST INVASION stehen eingeladene Künstler*innen, Autor*innen, Filmemacher*innen, Kurator*innen, Wissenschaftler*innen und Filme, die auf verschiedene Weise feministische Themen behandeln. Die Veranstaltungen nähern sich feministischen Praktiken, die den Prozess von Gleichberechtigung vorantreiben, analysieren, problematisieren und begleiten. Feministische Strategien werden in den letzten Jahren in vielen Bereichen, wie Queertheorie, Intersektionalität, #Metoo oder Netzfeminismus erweitert. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts in Deutschland und der gleichzeitigen Zulassung der ersten Studentinnen an Kunsthochschulen im deutschsprachigen Raum, widmet sich die Reihe gegenwärtig relevanten Feminismen der Künste, die sich auch auf bereits erkämpfte Methoden und Entwicklungen beziehen.
Kunstakademien bestechen noch immer durch eingerostete, hierarchische und patriarchale Strukturen. Wir möchten an der Akademie der Bildenden Künste München einen Raum für Diskussion und Vernetzung eröffnen, in dem sich alle interessierten Menschen mit den vorgestellten Positionen auseinandersetzen können. Dazu gehört auch, dass im Rahmen von FEMINIST INVASION und darüber hinaus keine Form von sexistischem, homophobem, rassistischem oder sonst wie diskriminierendem Verhalten toleriert wird. Ansonsten verhexen wir alle, die sich so aufführen. 

Mit: Alexandra Bircken, Kathrin Ebmeier, Merle Groneweg, Caroline A. Kapp, Natasha A. Kelly, Petra Lange-Berndt, Lasse Långström, Enis Maci, Cornelia Sollfrank, u.a.  
Organisiert von Sarah Sigmund & Samira Yildirim