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SA/SO 09./10.05.15 | ab 10:00 Uhr im Kunstareal München

Die Museen, Kultureinrichtungen, Hochschulen und Galerien im Kunstareal laden bei freiem Eintritt ein zu einem umfangreichen Programm mit Führungen, Konzerten, Filmscreenings, Installationen, der Night Art der Galerien und am Sonntag auf die gesperrte Gabelsbergerstraße zum Flanieren, Verweilen und Mitmachen.

 

 

 

Das Zentrum des zweiten Kunstarealfestes wird durch "DER FLUG DES PHOENIX" spektakulär markiert. Die Künstlergruppe super+ - Alexander Deubl, Christian Muscheid und Konstantin Landuris sind Absolventen der Akademie - lassen erstmals ihr neuestes Projekt "DER FLUG DES PHOENIX" über dem Areal der Pinakotheken auferstehen.
Der bis zu 35 Meter große Körper steigt am 10. Mai ab 10 Uhr auf dem Rasen der Alten Pinakothek in die Luft.  In dem voluminösen Korpus, der mit Helium gefüllt von einer hauchdünnen Membran aus verschweißter Satellitenfolie umfangen wird, spiegelt sich das unmittelbare Umfeld verzerrt wieder.
Der Titel: "DER FLUG DES PHÖNIX" bezieht sich auf den gleichnamigen Film mit Hardy Krüger von 1965 bzw. dem 1964 erschienen Roman von Elston Trevor.

 

Weitere Informationen

 

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Zum 2. Fest Kunstareal ist in der AkademieGalerie von Judith Grassl

„The other End“ zu sehen 
 
und die Debütantenausstellung im Altbau der Akademie
 

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„Der Flug des Phönix“
Anlässlich des zweiten Kunstarealwochenendes, lässt die Künstlergruppe super+, bestehend aus Alexander Deubl, Christian Muscheid und Konstantin Landuris, erstmals ihr neuestes Projekt "DER FLUG DES PHOENIX" (altgriechisch Phoínix von altägyptisch Benu, Der Wiedergeborene oder neugeborene Sohn) über dem Areal der Pinakotheken auferstehen.
Der bis zu 35 Meter große Körper, der als unbekanntes Flugobjekt bereits am 11. April im Englischen Garten für Spekulationen sorgte, steigt am 10. Mai auf dem Rasen der Alten Pinakothek erneut in die Luft und markiert damit das Zentrum des Kunstarealfestes.
Der Titel: "DER FLUG DES PHÖNIX" bezieht sich auf den gleichnamigen Film mit Hardy Krüger von 1965 bzw. dem 1964 erschienen Roman von Elston Trevor.(1965)
 
Schon die Wiederholung der zeitlich determinierten Intervention in den öffentlichen Raum trägt dem symbolbehafteten Titel Rechnung: Wie in der hellenistischen Mythologie bäumt sich der super+PHOENIX zu neuem Leben auf um daraufhin stets aufs Neue in sich zu zerfallen. Im traditionellen Sinne ist er dabei mit Unsterblichkeit konnotiert und erscheint als Versinnbildlichung der zyklischen Entwicklung des Lebens.
Seine abstrakte Form hingegen, seine Größe, Farbe, die entrückte Präsentation im Stadtraum und damit die freie Aktualisierung der mythologischen Figur, erwecken den Eindruck von Science Fiction und öffnen die tradierte Enge seiner Interpretation.
So ist in dem voluminösen Korpus, der mit Helium gefüllt von einer hauchdünnen Membran aus verschweißter Satellitenfolie umfangen wird, ein postmoderner Umgang mit den Charakteristika des Phoenix zu erkennen. Die organische Form schöpft seine Gestalt aus der technoiden Ästhetik seiner Oberfläche. Diese spiegelt ihr unmittelbares Umfeld verzerrt wieder; ein von ihrem Umfeld unabhängiges Erscheinen hingegen existiert nicht. So ist dem super+PHOENIX die bildliche Wiederholung und zeitliche Verzögerung inhärent; seine räumlich-physische Präsenz schließlich erscheint negiert.
Damit wird der Phoenix nicht nur in der Wiederholung des Projekts neugeboren. Die Gestalt des super+PHOENIX macht den Sehvorgang selbst und damit das Erkennen als prozessuale Wiederholung sichtbar. Durch die Verzerrungen und Bewegungen auf seiner spiegelnden Oberfläche wird unser Ersehen als Reproduktion der Umwelt jedoch hinterfragt.

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