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title: "Mohammad Sam Hosseini (Wintersemester)"
date: 2026-02-02
author: "Peter Reill"
categories:
  - name: "Master 26 | Architektur und Kunst"
    url: "https://www.adbk.de/master-26-architektur-und-kunst.md"
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# Mohammad Sam Hosseini (Wintersemester)

There is no translation available.

  
  

 **Kinothek am Valiasr**  
  
Ein Einschnitt führt von der Valiasr Straße in die Tiefe: **Saal – Schwelle – eingetiefter Hof** bilden die Dramaturgie der Kinothek am Valiasr, wo aus dem ehemaligen „Radio City“ eine ruhige, robuste Alltagsadresse für **Schauen | Sprechen | Machen | Speichern** wird.  
  
Kinothek am Valiasr versteht Kino nicht als Event, sondern als Haltung: als öffentliche Infrastruktur für Film, Erinnerung und Alltag. Ausgangspunkt ist das ehemalige Kino „Radio City Cinema“ an der Valiasr Straße in Teheran – ein Bestand, der als konzentrierter Kern erhalten bleibt und durch eine Erweiterung neu lesbar wird. Der Entwurf übersetzt Filmkultur in Raum und ordnet **Schauen | Sprechen | Machen | Speichern** als gleichwertige, miteinander verknüpfte Räume: Kinosaal, Gesprächszonen, Werkstatt und Archiv bilden kein Programm „neben“ dem Kino, sondern seine räumliche Fortsetzung.  
Architektonisch entsteht eine präzise Sequenz aus **Saal – Schwelle – eingetieftem Hof**. Der Kinosaal **bleibt als dunkler, konzentrierter Innenraum**; ihm gegenüber positioniert sich der **Hof als heller Forumraum** zur Straße. Die **Bestandsmauer des Saals wird zur Projektionsfläche** – so können innen Ticket-Vorstellungen stattfinden, während im Hof parallel offene Screenings möglich sind, räumlich verbunden über dieselbe Wand. Der Hof liegt als ruhiger Gegenraum zur Straße: ein Lichtfänger, ein gemeinsamer Boden, ein Ort der Pause. Ein schmaler Einschnitt führt von der Stadt in die Tiefe und markiert den Übergang – als räumliche Kante, an der sich Lautstärke, Temperatur und Blickrichtung verändern. Nicht das Spektakel trägt das Haus, sondern die Dramaturgie der Übergänge: Massivität, Lichtführung, Nischen und klare Proportionen erzeugen eine Atmosphäre, die konzentriert, aber offen bleibt.  
Material und Konstruktion folgen dieser Logik von Dauer und Erdung: tragende, robuste Bauteile im Sockel, darüber eine haptische, klimatisch wirksame Hülle. So wird das Kino zur Kinothek – zu einem dritten Ort, an dem Film nicht nur gezeigt, sondern gemeinsam gelesen, verhandelt, produziert und bewahrt wird.

  

 [Instagram](https://www.instagram.com/le_sam_hosseini/)


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