• Studierende der Klasse für Schmuck und Gerät | Low Maintenance
  • Eröffnung 2026-03-04 18:00
  • Datum 2026-03-05
  • 2026-03-15
  • Öffnungszeiten 05., 06. & 08.03. | 13:00 - 19:00 Uhr, 07.03. | 11:00 - 14:00 Uhr, 09. - 15.03. | 15:00 - 18:00 Uhr
  • Ort AkademieGalerie | U-Bahnhof Universität | Ausgang Akademiestraße
Grafik Silja Gogolok
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„Low Maintenance“ ist eine Ausstellung der Klasse Prof. Pontoppidan, die gängige Präsentationsformen von Schmuck und Gerät radikal hinterfragt. Rund zwanzig Staubsaugroboter bewegen sich autonom durch den Raum und tragen jeweils ein Werk von Studierenden. Anstelle statischer Vitrinen entsteht eine dynamische Situation, in der sich die Arbeiten einer festen Betrachtung entziehen und die Besucherinnen (m/w/d) herausfordern.
Die Ausstellung untersucht die veränderte Rolle menschlicher Präsenz in einer zunehmend automatisierten Umgebung. Indem Schmuck ohne Trägerinnen (m/w/d) und Geräte ohne Benutzerinnen (m/w/d) gezeigt und in ein autonomes, kinetisches System integriert werden, übernehmen die Roboter symbolisch die Rolle des abwesenden Körpers.
Zugleich hinterfragt „Low Maintenance“ gewohnte Wertvorstellungen und Betrachtungsweisen: Aufwendige Einzelstücke erscheinen auf Maschinen, die für Konsum und Automatisierung stehen. Diese Gegenüberstellung erzeugt eine stille Ironie und lenkt den Blick auf Fragen von Ornament, Nutzen und Autonomie in einer Zeit, in der menschliche Tätigkeit zunehmend durch Programmierung ersetzt wird.
In der Ausstellung wird Kunst nicht als ruhendes Objekt verstanden, sondern als bewegliches, temporäres Ereignis. Begegnung, Verlust und Wiederbegegnung prägen die Erfahrung der Besucherinnen (m/w/d), während sich der Raum durch die unvorhersehbaren Bewegungen der Roboter ständig neu organisiert. So wird „Low Maintenance“ selbst zu einem Experiment über Wahrnehmung, Kontrolle und die Beziehung zwischen Mensch und Technologie.