Klasse Prof. Thomas Eggerer  |  Raum Garten, Westteil  |  Visit Website
There is no translation available.

 

The Hole, 2026 (Diplomarbeit, Magdalena Jobst)

 

The Hole ist eine Öffnung (1,80m x 1,84 m, ca. 15cm tief) im geschichtsträchtigen Garten der Akademie der Bildenden Künste München, von menschlicher Hand produziert. Entstanden als Arbeit in Malerei und Grafik, überträgt sie das Rechteck als zentrales Bildformat in den Erdraum, die Bildfläche wird zur Pigmentfläche; der Garten zum Bildträger. Sieben Steine verbleiben als Duktus der widerständigen Natur. Der Boden der Akademie als Träger ist nicht neutral; The Hole reagiert darauf mit einer reduzierten räumlichen Markierung, die Wahrnehmung auf Gegenwart und Dauer lenkt. Die Fläche wird alle vier Stunden gereinigt, von Laub und anderen Ablagerungen befreit. Die verbundene Pflege ist konstitutiver Teil der Arbeit selbst. Das Werk existiert als fortlaufende Handlung und als zeitliche Praxis gegen natürliche Akkumulation und entfaltet sich in aufeinanderfolgenden Stadien: in der Herstellung der Öffnung, auditiv dokumentiert in der 28-stündigen Arbeit Digging (the hole); in der fortgesetzten Maintenance als performative Praxis; und im späteren Schließen der Öffnung. Mit dem Nachwachsen des Grases entsteht eine zeitversetzte Zeichnung im Gelände. The Hole verbindet räumliche Setzung, mediale Übersetzung und körperliches Verständnis. Die Arbeit formuliert eine Leerstelle, in der Raum, Zeit, Klang und Pflege zu gleichwertigen Materialien werden.

  • ma3ma2ma1Bild1_page-0001-2