Klasse Prof. Nils Norman Raum A.O1.07

7,9 km Niederschlag
2026, Masken, Props, Archivmaterial, zweimal aktiviert während einer Lecture Performance
Lastenrad: Optimus Prime Kollektiv
Was passiert mit Regen, der auf Straßen, Parkplätze oder Flughäfen fällt? Wann wird Regen zu Abwasser, und wohin fließt er? Eine von PublicArt München geförderte, performative Fahrradtour im Juni 2026 ging diesen Fragen vom ehemaligen Flughafen Riem zu dessen Klärteich räumlich nach. Entlang der Route, die in einer Lecture Performance nochmals gezeigt wird, fließen Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart ineinander. Menschen aus der Umgebung teilen Erinnerungen, geschichtliche und geographische Informationen vermischen sich mit performativen Interaktionen. Vogel, Fisch und Schaf werden dabei zu Akteur*innen.
Die Wiederaufführung der Tour mit nur einer Performerin während der Examensausstellung ist an die Idee des dokumentarischen Theaters angelehnt.

 

7,9 km Niederschlag
2026, masks, props, archive material, activated twice during a lecture performance
Cargo bike: Optimus Prime Collective
What happens to rain that falls on streets, car parks or airports? When does rain become wastewater, and where does it flow? The performative bicycle tour, funded by Public Art München in June 2026 traced these questions spatially, from the former Riem airport to its sewage pond. Along the route, which is shown once more in a lecture performance, stories from the past and present flow into one another. People from the surrounding area share memories, and historical and geographical information blends with performative interactions. Bird, fish and sheep become actors in the process.
The re-staging of the tour with just one performer during the graduation exhibition draws on the idea of documentary theatre.

 

Stadtendoskopie
2025, video, 6min
Das Projekt 7,9km Niederschlag basiert auf einer längeren Recherche zu Wassersystemen im Raum München, die sich 2025 in schriftlicher, filmischer sowie performativer Form verfestigte. Teil davon waren Erkundungen der Kanallandschaft Münchens die in einer, im Boden versteckten, Videoinstallation Einblicke in die Anfänge eines unterirdischen Netzwerks ermöglichen.

 

City Endoscopy
2025, video, 6min
The project 7.9 km Niederschlag is based on extended research into water systems in the Munich area, which took shape in 2025 in written, filmic, and performative form. Part of this involved explorations of Munich's canal landscape, which, in a video installation hidden in the ground, offer glimpses into the beginnings of an underground network.


Ich sehe was, was du nicht siehst
2024, Video, 12 min, Hochhauskostüme
Das Video „Ich sehe was, was du nicht siehst“, ist ein performativ-choreografischer Essay, der aus dem interdisziplinären Projekt Kaleidoskop.Freiham hervorgegangen ist. Das Projekt wurde 2024 gemeinsam mit der Urbanistin Helena Eichlinger im Neubaugebiet Freiham realisiert. Gefördert wurde es ebenfalls vom Kulturreferat München. Eine Pyramidenstruktur auf einer Brachfläche zwischen den Baustellen diente als Treffpunkt für Freiluftkino, gemeinsame Kochrunden und performative Unterrichtseinheiten mit einer Grundschulklasse.
Die soziale Vernetzungsarbeit, der Versuch, ein offenes Angebot für Anwohner*innen zu schaffen, sowie die Zusammenarbeit mit den beteiligten Kindern waren wesentliche Teile des gesamten Projekts. Der Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Kontexten bildete die Grundlage für die filmische Dokumentation und half dabei, verschiedene Herausforderungen zu verstehen, etwa die kapitalistische, nicht ökologische Produktion von Neubauten, das Artensterben, Wohnungsknappheit und soziale Ungleichheit. Auf subtile Weise betrachtet die Arbeit durch die Linse des kindlichen Spiels, wie unsere gebaute Umgebung zur Politik wird: wie sie unsere Vorstellungskraft formt, fördert oder einschränkt, was dabei gewonnen wird, aber auch, was verloren geht.

 

Ich sehe was, was du nicht siehst
2024, video, 12 min, high-rise costumes
The video “Ich sehe was, was du nicht siehst” is a performative-choreographic essay that emerged from the interdisciplinary project Kaleidoskop.Freiham. The project was realised in 2024 together with the urbanist Helena Eichlinger in the new development area of Freiham. It was also funded by the Munich Department of Arts and Culture. A pyramid structure on a wasteland between the construction sites served as a meeting point for open-air cinema, collective cooking sessions and performative classes with a primary school class.
The social networking, the attempt to create an open offer for residents, and the collaboration with the children involved were an essential part of the whole project. The exchange with people from different contexts formed the basis for the filmic documentation and helped in understanding various challenges, such as the capitalist, non-ecological production of new buildings, species loss, housing shortages and social inequality. In a subtle way, through the lens of children’s play, the work looks at how our built environment becomes political: how it shapes, encourages or restricts our imagination, what is gained in the process, but also what is lost.

 

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