Bibliotheken - zwischen Wissen und Begegnung

 

Am Beispiel der Stadtbibliothek am Harras in München-Sendling zeigt die Arbeit, wie Innenarchitektur den Wandel öffentlicher Bibliotheken von Medienarchiven zu offenen Lern- und Begegnungsräumen gestalten kann.
Grundlage des Entwurfs ist eine Analyse des Bestandsgebäudes, seiner räumlichen Qualitäten und bestehenden Defizite. Daraus entsteht ein Konzept, das nicht mehr das Medium, sondern den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Drei Formen der Wissensaneignung – kollektives, exploratives und individuelles Lernen – bilden die Grundlage für die räumliche Neuorganisation der drei öffentlich zugänglichen Bibliotheksebenen. Das Untergeschoss wird zum gemeinschaftlichen Forum, das Erdgeschoss zur offenen Entdeckungslandschaft und das Obergeschoss zum ruhigen Bereich für konzentriertes Arbeiten.

Verbunden werden diese Ebenen durch eine neue räumliche Infrastruktur, die aus der konstruktiven Logik des Bestands entwickelt wurde. Sie dient als Träger für Medien, Arbeitsplätze, Rückzugsorte und digitale Inhalte und bleibt flexibel an zukünftige Nutzungen anpassbar. Ergänzende Sinnesräume erweitern den Entwurf um atmosphärische Lernwelten zum Hören, Sehen und gestalterischen Arbeiten. So entsteht eine Bibliothek, in der Wissen nicht nur zugänglich gemacht, sondern räumlich erfahrbar wird.

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