• Dr. Marcus Quent
  • Eröffnung Mi | 04.11.2026 | 18:00 Uhr
  • Ort Akademie | Neubau | Auditorium | E.EG.28
technoA

"Der Mensch ist durch seine Abfälle zu einer planetarischen Kraft geworden. Doch die Vermehrung der Reste ist nicht bloß Folge gesteigerter Produktion. Bevor sich die Abfälle in der Welt häufen konnten, musste die Welt selbst zerbrechen. Der Vortrag verfolgt diese Umkehrung von der „Zerstörung des Kosmos“ bis zum heute diskutierten „Auftauchen des Planetarischen“ und fragt, was sie für die Kunst bedeutet – für eine Kunst, die lange schon mit Resten arbeitet und sich als Überrest ihrer selbst entdeckt, und für eine Ästhetik, der mit „Natur“ und „Technik“ das Gegenüber abhandenkommt, das ihr Weltverhältnis stützte.

 

Marcus Quent ist Juniorprofessor für Philosophie an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der philosophischen Ästhetik und der Theorie der Gegenwartskunst, in Fragen von Zeitlichkeit, Gegenwart und Geschichte sowie in der Transformation des Weltverhältnisses angesichts der ökologischen Krise. Zuletzt erschienen Gegenwartskunst. Konstruktionen der Zeit (Diaphanes 2021) und, gemeinsam mit Alexander García Düttmann herausgegeben, Die Apokalypse enttäuscht. Atomtod Klimakatastrophe Kommunismus (Diaphanes 2023)."