Die bestehende Struktur des ehemaligen Luftschutzbunkers in der Blumenstraße wird für das Museum SOMA neu interpretiert. Die drei Ausstellungsräume sind als multifunktionale, bewusst reduzierte Räume konzipiert, die je nach Ausstellung unterschiedlich bespielt werden können. Architektur bildet dabei nicht den Hintergrund, sondern den Rahmen für unterschiedliche Formen der Inszenierung.
Die geplante Ausstellung thematisiert die unsichtbare Krankheit Migräne und wird hier zu einem Medium, dass einen inneren Prozess in eine räumliche Erfahrung übersetzt. Raum, Licht und Material werden gezielt eingesetzt, um Gefühle und Emotionen zu inszenieren. Die drei Ausstellungsräume übersetzen die Symptome einer Migräne architektonisch. Reizüberflutung mit Aura und visueller und auditiver Überreizung wird im ersten Raum durch blendende Lichtflächen dargestellt. Im zweiten Raum wird der pochende Kopfschmerz in einen beengten, dunkeln Raum mit pochender Geräuschkulissen übersetzt. Die postdromale Phase nach einer schmerzenden Migräneattacke, spiegelt sich im letzten Raum wieder, in dem sich die Raumgrenzen und Weiten für die BesucherInnen auflösen.