Die Masterarbeit untersucht den Kiosk als zeitgemäßen Typus sozialer Infrastruktur im urbanen Alltag.

Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele städtische Freiräume zwar vorhanden sind, im Alltag jedoch kaum als Aufenthaltsorte genutzt werden.
Der Entwurf versteht den Kiosk als niedrigschwelligen sozialen Anker, der Versorgung, Begegnung und Aufenthalt bündelt. Entwickelt wurde ein modularer, temporärer Kiosktypus, der flexibel auf unterschiedliche Stadträume reagieren kann und dabei leicht, reversibel und anpassbar bleibt. Zentrale Entwurfsprinzipien sind ein klarer konstruktiver Rasteraufbau, sowie klappbare Fassaden- und Möbelelemente. An drei exemplarischen Standorten in München wird gezeigt, wie sich der Kiosk je nach Kontext vom reinen Ausgabepunkt zur erweiterten Aufenthaltsstruktur ausbildet. Ergänzende Pflanz- und Sitzmodule ermöglichen konsumfreie Nutzung und stärken die soziale Wirkung im Quartier. So entsteht ein übertragbares System, das Alltagsräume aktiviert und Freiräume als Orte des Miteinanders neu lesbar macht.

 

  • 260203_AXO_2260203_BORDEAUX_AN_2260203_SCHNITT_2260203_Diagramme&Darstellungen_2