"Im Sommer 1976 erschüttern zwei Erdbeben die Bergregion Friaul im Nord-Osten Italiens. Der Boden reißt auf, ganze Dörfer werden zu Trümmern und begraben Menschen und Tiere. Die Folgen der kurzen Beben schreiben sich in Mensch, Natur und Landschaft ein. Die Zeit teilt sich in ein Davor und ein Danach.
Esther Kinsky rekonstruiert in ihrem Roman das Erleben der Momente vor, während und nach der Erschütterung. Dafür gibt sie dem vom Beben gezeichneten Gelände Stimmen: Von Kalkstein über eine Carbon-Schlange bis zu einer Dorfbewohnerin, die von Vorahnungen, Veränderungen und Erinnerungen zeugen.
Die Uraufführung von ROMBO überführt diese Textpartitur in ein Klangbild, in dem Erinnern zur Aufgabe wird: Inwiefern verändert die Naturkatastrophe – die selbst den Boden unter den Füßen als unbeständig entlarvt – das menschliche Vertrauen in eine sichere Umwelt? Wie gehen wir mit dem Verlust einer bestehenden Ordnung um? Welche Spuren hinterlässt der Bruch und wie lassen sich aus ihm neue Formen des gesellschaftlichen Miteinanders entwickeln?"
Inszenierung: Jakob Altmayer
Raum & Video: Leonard Schulz
Kostüme & Mitarbeit Bühne: Stephanie Proem
Sounddesign & Musikalische Leitung: Nick Tlusty
Dramaturgie: Celine Lacherdinger
Maske: Emily Schembera
Licht: Bernd Gatzmaga
Stimmen: Sofie Gross, Julian Gutmann, Sophia Güttler, Walter Hess, Florian Lange, Cathrin Störmer
Darstellerinnen (m/w/d): Alisha-Vivienne Hellmuth, Max Kurth, Anna K. Seidel, Nick Tlusty
Live-Schlagzeug: Vincent Crusius
Eine Produktion des Studiengangs Regie für Musik- und Sprechtheater, Performative Künste, Leitung: Prof. Sebastian Baumgarten