AkademieGalerie - aktuell

  • Ilinca Fechete | Memory Magnified by Memory of Course
  • Eröffnung Fr | 04.09.2026 | 19:00 Uhr
  • Datum Sa | 05.09.2026
  • Datum Fr | 18.09.2026
  • Öffnungszeiten Mo - Sa | 15:00 - 19:00 Uhr
  • Ort AkademieGalerie | U-Bahnhof Universität | Ausgang Akademiestraße
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Ilinca Fechete, Medienkunstpreis Sammlung Goetz 2026 © Ilinca Fechete und Andrej Arpád Ambroz

 

Der Medienkunstpreis 2026 der Kunststiftung Ingvild und Stephan Goetz ging an Ilinca Fechete, Absolventin der Akademie der Bildenden Künste München. Mit ihrem Projekt After Inertia hat die Künstlerin eine Installation und ein webbasiertes Kunstwerk geschaffen, das sich mit der Frage beschäftigt, wie digitale Technologien unsere Wahrnehmung von Raum, Bewegung und Orientierung beeinflussen. 

 

After Inertia ist ein computergestütztes System, das in Echtzeit mit frei zugänglichen geografischen Daten arbeitet. Daraus entstehen fortlaufend neue Bilder und Klänge. Das Werk funktioniert ohne Datenspeicherung oder klassisches maschinelles Lernen: Es reagiert ausschließlich auf seine eigenen Prozesse. Bewegung, Rotation und algorithmische Rückkopplung bestimmen, wie sich das Werk visuell und akustisch weiterentwickelt. Jede Situation ist einmalig und nicht wiederholbar.
Die Installation wird aus zwei langen, horizontalen Bildschirmen bestehen, die parallel zueinander im Raum hängen und einen begehbaren Zwischenraum bilden. Begleitet wird die visuelle Ebene von einem parametrischen Klangsystem. Teile des Tons werden über Ultraschall erzeugt und sind nur dann hörbar, wenn sie auf reale Oberflächen im Ausstellungsraum treffen. Dadurch entsteht eine direkte Beziehung zwischen dem Werk, dem Raum und den Besuchenden.
Ergänzend zur Installation gibt es eine webbasierte Version von After Inertia. So kann das Werk auch außerhalb des Ausstellungsraums weltweit und barrierefrei erlebt werden.


Inhaltlich versteht sich After Inertia als künstlerische Auseinandersetzung mit digitalen Karten, Navigationssystemen und automatisierten Technologien, die unseren Alltag zunehmend bestimmen. Das Projekt lädt dazu ein, diese Systeme nicht nur als Werkzeuge zu betrachten, sondern ihre Wirkung auf Wahrnehmung, Orientierung und Entscheidung kritisch zu reflektieren.

 

Der Medienkunstpreis ist eine Kooperation der Sammlung Goetz mit der Akademie der Bildenden Künste München sowie der Kunststiftung Ingvild und Stephan Goetz. Er wird jährlich vergeben, um den künstlerischen Nachwuchs im Bereich der Medienkunst zu unterstützen, neue Werke zu ermöglichen und deren öffentliche Wahrnehmung zu stärken.