Mitarbeit am Projekt
"Episteme der Linien. Theorien und Praktiken von Zeichnen und Zeichnung 1400-2000"

Im Rahmen des Projektes „Episteme der Linien. Theorien und Praktiken von Zeichnen und Zeichnung 1400-2000“ stellt die Akademiebibliothek der kunstwissenschaftlichen Forschung ausgewählte alte Zeichenlehrbücher und Skizzenbücher zur Verfügung.

 

"gedruckte Zeichenlehrbücher und Vorlagensammlungen, wie es sie seit dem 16. Jahrhundert gibt“ [sind] „die bislang am wenigsten beachtete Quellengattung der europäischen Kunstliteratur – die zugleich mit Sicherheit die größte Verbreitung erlangt hatte und für die man beträchtlichen Einfluss auf die Ausbildung und Normierung von ästhetischen Kategorien und Urteilen sowie auf das künstlerische, wissenschaftliche und dilettantische Zeichnen und die ‚Semantiken von Linien‘ vermuten darf. Der für das Projekt verfügbare Bestand an ca. 140 Zeichenbüchern […] verbessert doch die Quellenlage ganz entscheidend, sind bislang noch doch nur ganz wenige Zeichenbücher digital verfügbar […]"

 

Siehe: https://www.zikg.eu/projekte/projekte-zi/episteme-der-linien/projekt

 

In Zusammenarbeit mit Zentralinstitut für Kunstgeschichte München und der UB Heidelberg werden die seltenen und bisher weltweit nicht digital verfügbaren Zeichenbücher der Akademiebibliothek digitalisiert und online gestellt.


"Für die Bereitstellung und Archivierung der Digitalisate ist die UB Heidelberg der ideale Partner. Die UB Heidelberg ist bereit, ihren innovativen – den besten derzeit verfügbaren – Viewer für Digitalisate bereit zu stellen, der nicht nur eine Erschließung der Bücher durch kommentierende Texte erlaubt, sondern insbesondere auch ein neuartiges ‚semantisches Verlinken‘ der einzelnen Tafeln auf Vorläufer, Kopien usw. Gerade dies ist aber für die Erschließung der Zeichenlehrbücher entscheidend, bei denen etwa teils über Jahrhunderte die gleichen Methoden und Bildchiffren verwendet wurden. Das Projekt stellt also kein einfaches Digitalisierungsunternehmen dar, sondern möchte zugleich exemplarisch diese neu entwickelte Möglichkeit der Bild-zu-Bild-Kommentierung vorführen."

 

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Schuster, Johann Martin:  Zeichen-Buch : Darinnen unterschiedliche Alte Köpfe nach dem Leben in gleichen etliche bekleidete Figuren, so sich alsobald zu einer Historie oder andern sinnreichen Bedeutung anwenden lassen : Der im Zeichnen sich übenden lieben Jugend zum Nutzen vorgestellet. Nürnberg  [1733]

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Das Skizzenbuch des Ignaz Gebhardt [Original]. München 1887/1888

Ignaz Gebhardt, 18 Jahre alt, studierte ab Oktober 1887 in der Naturklasse bei Johann Caspar Herterich an der Münchener Akademie. Sein während des Studiums entstandenes Skizzenbuch gibt in über 50 Seiten einen Einblick in den Unterricht in der Naturklasse.