Archiv - Aktuell

Termin 27.10.16 / 16:00 - 19:00 Uhr
Ort Altbau | Akademiestr. 2
Beginn in UG.24; Fortführung im alten Sitzungssaal
 
Das Performancefestival zeigt ausgewählte studentische Ergebnisse der cx Projektklassen zum Thema „Reale Magie“ unter der Leitung der Gastprofessorinnen Melanie Bonajo und Mariechen Danz. Zu sehen sind Performances und Gesten von Lena Grossmann, Tanja Hamester und Frauke Zabel, Johanna Kunze, Sophie Mainka und Adrian Soelch, Judith Neunhaeuserer, Cordula Schieri, Kristina Schmidt, Sophie Schmidt, sowie Esther Zahel. 

Sie erkunden Möglichkeiten und Grenzen von Verkörperungen jenseits rationaler Oberflächen.
 
Die Veranstaltung sollte ursprünglich am 23. Juli am Ende der Jahresausstellung stattfinden. Sie wurde jedoch aufgrund des Amoklaufes am 22. Juli auf den Oktobertermin verschoben.

 

Die öffentliche Performancereihe zeigt eine Serie von kurzen performativen Interventionen, Gesten und Aktionen, die im Rahmen der beiden letzten cx Projektklassen zum Jahresthema „Reale Magie“ entstanden oder weiterentwickelt wurden. Sie findet unter der Leitung und Beteiligung der Künstlerinnen Melanie Bonajo (Amsterdam/New York) und Mariechen Danz (Berlin) statt. Beide Künstlerinnen, die in unterschiedlichsten Medien arbeiten, verbindet nicht nur ein besonderes Interesse für Performance und musikalisch-stimmliche Ausdrucksformen, sondern auch für magische Themen, für Formen des Rituals und Prozesse der Transformation. Im Rahmen ihrer Projektklassen im Sommersemester 2016 erprobten Melanie Bonajo und Mariechen Danz mit den Studierenden mit Hilfe diskursiver und affektiver Methoden, Wahrnehmungssensibilisierungen und esoterischer Werkzeuge unterschiedliche künstlerische Annäherungsformen an das Thema „Reale Magie“ und erforschten körperlich-intuitive Transformations- und Kommunikationsprozesse, die Aktivierung von Energie und Gruppen-dynamiken sowie die Grenzen zwischen Kollektiv und Selbst. Die Präsentation der studenti-schen Ergebnisse dieser Auseinandersetzung im Festival-Format legt einen Fokus auf die Verkörperung von Phänomenen, die sich gängigen rationalen Zugängen entziehen. Die Veranstaltung sollte ursprünglich am 23. Juli am Ende der Jahresausstellung stattfinden. 
Sie wurde jedoch aufgrund des Amoklaufes am 22. Juli auf den Oktobertermin verschoben.



Melanie Bonajo
In ihren Fotografien, Videos, Installationen, Performances und Musikprojekten untersucht Melanie Bonajo unter anderem die Bedeutung von Spiritualität für heutige jüngere Generationen und hinterfragt unsere gegenwärtigen Glaubenssysteme, Wertmaßstäbe sowie unser Verhältnis zur Natur. Schamanismus, Feminismus, Empathie und ökologisches Bewusstsein sind dabei zentrale Bezugsfelder ihrer aktuellen Werke. Die 1978 geborene niederländische Künstlerin lebt und arbeitet in Amsterdam und New York. Sie studierte Religionswissenschaften, Mystizismus und Westliche Esoterik an der Universität Amsterdam sowie Kunst an der Gerrit Rietveld Akademie und der School of Visual Arts in New York. Bonajo präsentierte und performte ihre Arbeiten bereits an zahlreichen internationalen Kunstinstitutionen wie dem De Appel Arts Centre, Amsterdam, dem Centre for Contemporary Art, Warschau, dem Stedelijk Museum, Amsterdam, der Moskau Biennale, dem National Museum of Modern and Contemporary Art, Seoul oder der PPOW Gallery, New York. Ihre Filme liefen auf Festivals wie dem International Documentary Film Festival Amsterdam (IDFA) und der Berlinale. Darüber hinaus publizierte sie in verschiedenen Kunstmagazinen, war Kreativdirektorin des Capricious Magazine und kuratierte unter anderem das QQC Performance Festival zu Popmusik und bildender Kunst im Paradiso, Amsterdam. Neben verschiedenen Büchern veröffentlichte sie 2013 das Album Inua mit ihrer Elektropopband ZaZaZoZo (in Kollaboration mit Joseph Marzolla). 2016 wurde sie für die Shortlist des Niederländischen Pavillons der 57. Biennale Venedig nominiert und erhielt den IFFR Tiger Award für ihren Film Night
Soil / Economy of Love. http://www.melaniebonajo.com

 


Mariechen Danz
In ihrer künstlerischen Arbeit erforscht Mariechen Danz den Körper und die Bedingungen von Körperlichkeit und untersucht Möglichkeiten, aber auch Grenzen der Artikulation. So fragt sie, inwieweit das Vermögen von Sprache oder die Lesbarkeit und Hierarchie von Zeichen Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen oder vielmehr verwehren können. Danz arbeitet mit Kostümen, Zeichnungen, Skulpturen und Installationen und aktiviert diese im Rahmen von inszenierten Performances, bei denen der Stimme eine zentrale Rolle zukommt. Gemeinsam mit Alex Stolze hat Danz die Berliner Band UNMAP gegründet und 2013 ihr Debutalbum Pressures bei Sinnbus Records (zusammen mit Matthias Geserick und Thomas Fietz) veröffentlicht, auf dem Danz Lieder aus ihren Performances fragmentiert und rearrangiert.
Die gebürtige Irin studierte an der Universität der Künste, Berlin, an der Gerrit Rietveld Academy, Amsterdam und am California Institute of the Arts, wo sie mit einem MA in Art & Integrated Media abschloss. Ihrer Arbeit wurden Einzelausstellungen in der GAK – Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen, am CAN Centre d’Art Neuchâtel und im Kunstverein Göttingen gewidmet. Ferner waren ihre Arbeiten weltweit im Rahmen von Gruppenaus-stellungen zu sehen, unter anderem am Palais de Tokyo in Paris, im Kunsthaus Bregenz, im New Museum, New York, und demnächst in Mapping the Body in der Galerie im Taxispalais in Innsbruck und in Polyphonies am Centre Pompidou Paris. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und ist aktuell Stipendiatin des Arbeitsstipendiums des Berliner Senats (2016). Zuvor erhielt sie das Karl Schmitt- Rottluff Stipendium (2014) und den Villa Romana Preis (2013).

https://vimeo.com/user30951931