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Filmscreening von Felix Herrmann und Jakob Defant

mit einem Künstlergespräch mit Michael Schmidt

DI 16.05.17 | 19:00 Uhr

Ort Nir Altman Galerie | Ringseisstr. 4 | München

 

Protagonistin: Ianina Ilitcheva


Buch/Regie/Kamera: Jakob Defant, Felix Herrmann


Produktion: Caroline Meyer, Lena Weckelmann und HFF München


Ton: Annika Sehn
Schnitt: Nina Ergang


Musik: Bruno Mokross, Rick Reuther, Nils Schröder und Johannes Mai


Die moderne Zeit fühlt sich schnell und fragmentiert an. Die junge Poetin Ianina Ilitcheva aus Wien hat keine Zeit zu verschwenden – Keine Zeit für Rohdiamanten. Unter dem Pseudonym Annemarie Kuckuck veröffentlichte sie über 30.000 kurze Notizen auf dem sozialen Netzwerk Twitter. Diese literarischen Fetzen zeugen von einem modernen poetischen Leben. Sie sind romantisch, ironisch, liebes-sehnsüchtig, sexuell, und auf eine einzigartige Weise körperlich, denn Janina Ilitcheva ist mit einer seltenen genetischen Mutation geboren, die ihre Haut hochverletzlich und ihre verbleibende Lebenszeit unvorhersehbar macht. Annemarie Kuckuck ist „all das, was der Arzt dir verboten hat, Baby“ ... Sie sagt zu dir: „Ich soll keine Versehrte sein, keine Verrückte // Nicht in deinen Straßen humpelnd singen: I'm your private dancer.“ Und sie stellt fest: „Und klar hätte ich mehr Sex / wenn ich nicht mitten in den Suburbs wohnen würde / aber hey... im Pyjama raus und frische Kräuter pflücken / Koriander wie ein G.“ Basierend auf einer Freundschaft haben die Filmemacher ein experimentelles Porträt der Poetin geschaffen. Gemeinsam mit befreundeten Sprachkünstlern wird Ilitcheva a.k.a. Annemarie Kuckuck dichten, erzählen, beten, singen, twittern, und schweigen.