Rauminstallation und Performance von Minjae Lee
Eröffnung: 2020-09-14 18:00
Datum: 2020-09-15
2020-09-27
Öffnungszeiten: Mo - So | 13:00 - 20:00 Uhr
Finissage: 2020-09-27 15:00
Ort: Pavillon im Marienhain | Hansestadt Demmin
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Leerraum“ ist die Abschlussausstellung des Artist in Residence-Programms, KulturRING Demmin, T30 e.V.

Ich baue in einem leeren Raum einen leeren Raum

In einem leeren Raum atmet der Künstler in ein aufblasbares Objekt hinein, um den leeren Raum mit leerer Materie zu füllen. Aus den Lautsprechern im Ausstellungsraum hört man nur seinen Atem; die Lichter, deren Helligkeit sich mit der Atmung des Künstlers verändert, beleuchten seine einsame Arbeit. Während der zweiwöchigen Performance entsteht eine unsichtbare Barriere zwischen dem Künstler und den Zuschauern.

1. Leere Gesten und leere Ängste
 
Die Ängste eines Individuums können keinem anderen mitgeteilt werden. Wenn diese Ängste leer sind, wie könnten sie visuell dargestellt werden? Wenn es dann doch eine Geste gibt, die diese Leere ausdrücken kann – ist diese Geste nicht selbst wieder leer?
 
Wenn die Ängste durch unsichtbare soziale Belastungen verursacht sind, wie kann das Volumen dieser Belastung visualisiert werden?
 
Diese Arbeit ist ein Versuch, auf solche leeren Fragen zu antworten.

2. Ich als Material
 
Was beweist, dass ich lebe?
Durch meine Arbeiten versuche ich meine Angstgefühle auszudrücken, indem ich meinen Körper benutze und bestimme Handlungen wiederhole. Ich glaube, dass ich mit diesen meist obsessiven und sinnlosen Tätigkeiten meine Angstzustände in der Gesellschaft oder gesellschaftliche Zwänge darstellen kann. Also – was ist das Grundlegendste in meinem Körper? Was befähigt mich als Künstler – nein, als Mensch – unzweifelhaft zu existieren?

3. Leerraum in Demmin
 
Marienhain, der Sitz des Pavillons, war früher ein Friedhof, wo sich die Kirche befand. Jetzt ein kleiner Park mit nur einem kleinen Gebäude. Ein vergessener Ort, an dem kaum noch eine Spur der Vergangenheit zu finden ist...
In diesem entleerten Raum versuche ich, wie auf einer einsamen Insel, einen leeren Raum mit meinem Atem zu bauen. Der Ort, an dem einst Gräber waren; ein Lebender, in dem der Atem noch kehrt: Nicht der Atem eines Künstlers, sondern der Atem eines Menschen.

Dieser ironische Versuch, in einem leeren Raum einen leeren Raum zu schaffen, kann nur an der Grenze zwischen „Leerraum“ und „Vollraum“ liegen. Trotzdem möchte ich durch diese Performance meine Gefühle zeigen, die ich in Demmin empfunden habe.

 

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